Dringend nötig: Realistische Elektrizitätspolitik

Dringend nötig: Realistische Elektrizitätspolitik

Auszug aus dem revidierten Papier zu einer realistischen Elektrizitätspolitik, das uns der Autor, Dr. Eduard Kiener, freundlicherweise zum Abdruck und zum Herunterladen zur Verfügung gestellt hat:

Der vielerorts gerne als unwiderruflich gesehene Kernenergie-Ausstieg hat dazu geführt, dass Teile der Wissenschaft und die Strombranche in vielen Studien und mit gewagten Annahmen nachzuweisen versuchten, dass eine rein erneuerbare Versorgung gemäss den Vorstellungen der Energiestrategie 2050 doch möglich sei. Dies obwohl von Anfang an klar war, dass es energiewirtschaftlich und ökonomisch falsch ist, Bandenergie durch fluktuierende, nicht gesicherte Energie ersetzen zu wollen und zusätzlich noch den Mehrbedarf zu decken. Mit dem Wegfall der Kernenergie würde die Versorgungssicherheit weiter reduziert.
Eine Denkblockade verhinderte bisher offensichtlich, dass eine Strategie für eine optimale Kombination aus Erneuerbaren und Kernenergie entwickelt wurde.

Bitte lesen Sie nachfolgend das Papier von Kiener, in dem dieser übrigens auch kurz auf die sehr umstrittene neue Studie «Kernkraft und das zukünftige Schweizer Stromsystem» von ETH/PSI (Ende Juni 2026) Bezug nimmt.

Vielen Dank für das Teilen und Verbreiten dieses Artikels!
FacebooktwitterlinkedinmailFacebooktwitterlinkedinmail

Dies ist ein Blog von Autoren, deren Meinungen nicht mit denen von CCN übereinstimmen müssen.

3 thoughts on “Dringend nötig: Realistische Elektrizitätspolitik”

  1. Dr. Kiener, als früherer Direktor des BFE, bringt es wieder auf den Punkt. Leider haben seine Nachfolger und viele Akademiker in der ETHZ uns immer wieder Sand in die Augen gestreut, um uns zu überzeugen, dass eine sichere Stromversorgung ohne Kernenergie möglich ist. Das ist auch unbestritten, dafür braucht es auch nicht zig wissenschaftliche Studien, die Deutschen und die Italiener beweisen es täglich. Die Frage ist vielmehr, ob wir im internationalen Wettbewerb eine günstige Stromversorgung für unsere Industrie und Gewerbe auch in Zukunft so gewährleisten werden können. Grosse Zweifel sind hier angebracht. Für die Grünen, die Mitte und die Sozialdemokraten scheint diese Frage keine Rolle zu spielen, das ist tragisch. Der Unfall von Fukushima blendet sie weiterhin, die Kraft der Sonne anscheinend auch …

  2. Auszug aus dem revidierten Papier zu einer realistischen Elektrizitätspolitik, das uns der Autor, Dr. Eduard Kiener, freundlicherweise zum Abdruck und zum Herunterladen zur Verfügung gestellt hat:

    Vielen Dank für Ihre realistischen Einordnungen.

    Ergänzend zum Solar-Strom-Ausbau, nur kurz:

    a: Etwa 20% Strom und 80% Wärme von der Energie der Sonneneinstrahlung.
    Von den 80% Heizenergie hört man wenig.
    Albedo etwa 0,16 das heißt,
    etwa 84% der Wärme von 1kW/m² wird absorbiert?
    Ein Solar-Heizkörper ohne Regler mit 670W/m², ca. 60°C warm, auch wenn
    man den Strom abschaltet, heizt die Atmosphäre. Im Sommer besonders.
    Wen wundert die Spitze der Hitzewellen und die Folgen davon?
    Oder ist es nur das CO2?

    Ergänzend zum Windkraft-Ausbau, nur kurz:

    b: Windkraftanlagen WKA bremsen den Wind in allen Windrichtungen.
    Viele WKA an den Küsten bremsen den Wärmeaustausch zwischen Meer und
    Binnenland.
    Sogar offshore WKAs mit dem Wind-Stau vorne und der
    kleineren Windgeschwindigkeit hinten, behindern die Verdampfungs-
    Kühlung. Der WKA-Zaun mit bis zu 250m Höhe bremst auch
    mit dem Solar erzeugtem Hochdruckgebiet die Wolken, welche Regen bis in
    die Berge bringen sollten. Auch schlecht für Wasser und Trinkwasser.

    c: Besser wäre, WKA auch wegen der Volatilität und den Kosten zurück Bauen.
    Löschflugzeuge zur Bewässerung austrocknender Wälder bevor Brände
    entstehen, einsetzen.

    Nur noch geregelte Solaranlagen mit weißen Jalousien, oder der Sonne
    nachgeführt, mit weißer Rückseite. Beides Netzdienlich geregelt mit dem
    Gerät «Laufenburg».

    Wieder mehr Kernkraft!

    Wes meinen Sie dazu?

  3. Mit den 38 Prozent, die den ‚Atomausstieg‘ als wichtigstes Argument als Erstgenanntes angaben, war dies die höchste Prozentzahl aller Argumente. ‚Verstärkung der Energiepolitik‘ (78 Prozent) war kein einzelnes Argument, sondern von Kiener offenbar aus diversen Argumenten irgendwie zusammengezählt. Mit anderen Worten: Leuthard & Co. hatten richtig gerechnet: Erst der ‚Atimausstieg‘ brachte den Sieg für dieses ominöse Energiegesetz.

Schreiben Sie einen Kommentar

Bitte beachten Sie: Kommentare sind auf 2000 Zeichen begrenzt.