Der Hype

Der Hype

Noch hat sich in der Schweiz niemand an eine seriöse Evaluation der Geschehnisse rund um Covid-19 gewagt. Vermutlich müssen wir noch 50 Jahre warten, bis dann eine neue Bergier-Kommission sich an das Thema heranwagt. Da sind wir dem Filmemacher Mike Wyniger dankbar, der genau dies in einer zweistündigen Dok getan hat. Weiteres auf der Homepage zum Film oder direkt zum Film.

Soviel vorweg: Die Pandemie war kein Ruhmesblatt für den hiesigen Wissenschaftsbetrieb und erinnert an die Klimapolitik.

Wer sich seriös mit den vielen Covid-19-Massnahmen auseinander setzen will, dem empfehle ich einen Blick in die USA zu werfen mit Macedo S, Lee F (2025) In Covid’s Wake: How Our Politics Failed Us. Princeton: Princeton Univ Press. 392 p.

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6 thoughts on “Der Hype”

  1. “Die Pandemie war kein Ruhmesblatt für den hiesigen Wissenschaftsbetrieb und erinnert an die Klimapolitik.”
    Wie lange wird es wohl dauern, bis sich jemand in ähnlicher Weise mit den allzu bekannten, selbsternannten und von den Medien gehypten Akteuren der Klimapolitik auseinandersetzt.

  2. Ohne diesen Film gesehen zu haben, erlaube ich mir folgende Anmerkungen (hoffentlich irre ich mich):

    • Es ist Vorsicht geboten, da eine hohe Wahrscheinlichkeit für postfaktische Arroganz besteht.
    • Am 15. April 2020 war ich noch kein Epidemiologe, doch innerhalb weniger Wochen sind wir alle zu solchen geworden.
    • Man muss sich daran erinnern, dass im Laufe dieser Angelegenheit alles und sein Gegenteil von „Experten“ (offiziellen oder selbsternannten) oder sog. “Beobachtern” (wie ich) behauptet wurde. Im Nachhinein ist es leicht, diese Aussagen sehr selektiv aufzupicken, um zu „beweisen“, dass man alles hätte wissen müssen.
    • Eine Geschichte, die ohne Berücksichtigung der damaligen Ungewissheiten neu geschrieben wird, kann nur eine Lügengeschichte sein.

    Der Vergleich mit dem Klima gilt nicht ganz, da es keine Opfer zu beobachten gibt (wie die Särge aus Bergamo). Eine erlebte Panik (Pandemie) gegenüber einer gemachten Panik.

    1. Sehr geehrter Herr Rougemont,

      Neben der postfaktischen Arroganz gibt es auch die faktische Arroganz. Z. Bsp. einen Beitrag ungelesen oder -gesehen, als mögliche Lügengeschichten abzukanzeln!
      In diesem Filmdokument kommen international hochangesehene Wissenschafter zu Wort, die sich zu aller Anfang der Epidemie skeptisch zu getroffenen Massnahmen äusserten und auf ehebliche Fehlinterpretationen vorliegender Resultate hinwiesen! Also nichts von postfaktischem Geschwurbel!

      Es waren in der Tat die selbsternannten Experten, die während der Pandemie alles und alle gecancelt haben, was nicht in ihre Vorstellungen passte (..es kann nicht sein , was nicht sein darf../Morgenstern). International hochangesehene Wissenschafter, wie in diesem Dokument aufgezeigt, die auf evidenz-basierter Grundlage argumentierten, wurden totgeschwiegen!

      Ihr Kommentar ist deshalb aus meiner Sicht deplatziert. Ich empfehle Ihnen sich dieses ausserordentliche Zeitdokument anzusehen. Sofern geschehen, meine ich, kommen Sie nicht um eine Neufassung herum – so oder so!

      Jetzt schon vielen Dank und freundliche Grüsse- Niklaus Baumann

    2. Lieber Michel, du sagst: “Eine Geschichte, die ohne Berücksichtigung der damaligen Ungewissheiten neu geschrieben wird, kann nur eine Lügengeschichte sein.”

      Wer sagt denn, dass eine Aufarbeitung etwas mit einer solchen Geschichte zu tun hätte. Das wäre ja ausgekochter Blödsinn. Geprüft werden muss doch, was ungewiss war und von der “Wissenschaft” und von der Politik nichtsdestotrotz wie eine Gewissheit verbreitet wurde. Und da gibt es wohl für die Prüfer eine Menge festzustellen…

      1. ” Geprüft werden muss doch, was ungewiss war und von der “Wissenschaft” und von der Politik nichtsdestotrotz wie eine Gewissheit verbreitet wurde”
        Einfacher gesagt als getan. Was ist “die Wissenschaft”, was “die Politik”.
        Es gab Wissenschafter, die nach bestem Wissen und Gewissen handelten, es gab solche, denen eines von beiden oder beides fehlte, es gab überfordete Politiker, es gab eine Presse, die in alle Richtungen übertrieb……
        Und es gab jede Menge Scharlatane mit Rezepten jenseits jedes gesunden Menschenverstandes (auch das erinnert übrigens an die Energiepolitik).
        Ich würde eher überprüfen, ob wir organisatorisch richtig aufgestellt sind, ob die Rechtsgrundlagen genügen, um eine weitere derartige Krise (besser) zu bewältigen….. und welche Rolle der Föderalismus dabei spielen soll.

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