Institutioneller Wirrwarr. Es ist nicht „das IPCC” selbst, das die Szenarien erstellt. Es ist eine Gruppe von 45 Modellierungsspezialisten, die dies im Rahmen der nächsten Vergleichsrunde CMIP7 in einer wissenschaftlichen Veröffentlichung bekannt gegeben haben (Van Vuuren et al., https://doi.org/10.5194/gmd-19-2627-2026). Die Modelle gehören nicht dem IPCC, sondern den Instituten, die sie entwickeln. Auch die Zielsetzung gehört nicht dem IPCC, sondern der Politik (Paris-Abkommen von 2015 anlässlich der COP 21 der UNFCCC, Volksabstimmungen in der Schweiz). Durch den Wegfall von RCP8.5, SSP5-8.5 und SSP3-7.0 können unrealistische Projektionen nicht mehr als Referenz eines „Business as usual” oder eines „Nichts Tun“ von den Medien, der Politik und den Gerichten angenommen werden. Das neue Szenario „High” der Serie „ScenarioMIP-CMIP7” führt jedoch zu möglichen Temperaturanstiegen von mehr als 4 °C, was ausreicht, um die Alarmglocke weiterhin klingeln zu lassen. Und mit dem Szenario „Medium” wird es bereits schneller wärmer, als es heute der Fall ist. Das dürfte EIKE ohnehin nicht interessieren, da diese Vereinigung erklärt, dass Treibhausgase beim Klimawandel keine Bedeutung haben. Die Klimawissenschaft steckt noch in den Kinderschuhen. Das bedeutet also nicht, dass es Besserwisser gibt. Es ist nicht zu erwarten, dass die Antworten auf die offenen Fragen im Rahmen dieser Konferenz ausgearbeitet werden. Reply
Kommentar 1 zum Kommentar von M. Rougemont. Die Kommentare zur Institutionellen Verwirrung sind im Zusammenhand mit der Ankündigung der EIKE Konferenz irrelevant. Johannis Nöggerath hat einfach die üblichen Bezeichnungen verwendet. Diesen Kommentarteil kann man mit dem französischen Bonmot „et alors“ (na und) abhaken. Der Kommentar zu EIKE ist einfach unfair und falsch. Selbstverständlich wird bei den EIKE Konferenzen immer wieder darauf hingewiesen, dass CO2 eine Erwärmungswirkung hat. Nur beziehen sich die EIKE Vortragenden häufig auf MESSUNGEN und nicht Modellschätzungen. Will Happer, ein wirklicher CO2 Experte weist darauf hin, dass die Erwärmungswirkung von CO2 ausgereizt ist – eine Sättigung ist eingetreten. Grob gesagt liegt die Bruchlinie zwischen EIKE und IPCC darin, dass die EIKE-Wissenschaftler auf Messungen abstellen (z.B. die Messung der Urban Island Heat Effects) das IPCC dagegen auf Schätzungen/Berechnungen der Modellierer. Es ist ein bisschen so wie Handwerker gegen die Noblen, die „allwissenden“ Vertreter der Intelligentia. Die Handwerker lassen sich auf Diskussionen ein, die Noblen Herren fühlen sich in ihrer Ehre gekränkt, wenn ihnen widersprochen wird. Auch sollte nicht vergessen werden, dass an der letzten und der diesjährigen EIKE Konferenz ein Physiknobelpreisträger, John Clauser, spricht und mit Will Happer ein Princeton Professor auftritt, der – mit Kollegen – massgeblich die Argumente erarbeitet hat, mit denen Präsident Trump die Klimapanik aus der Politik kippte. Also vielleicht sind da doch nicht nur die Dorftrottel, die nichts verstehen, am Werk. Reply
Schade um die Autoritätsargumente, sie sind nichts wert! Es stimmt gar nicht, dass die Absorption der IR Strahlung durch CO2 bereits gesättigt wird. Es reicht aus, die Absorptionsspektren zu überprüfen, doch das ist mit Aufwand verbunden. Und wenn dies der Fall wäre, hätte man eine Widerlegung der Artikel von Myhre veröffentlichen müssen, die als Referenz dienen (DOI:10.1029/98GL01908 und DOI:10.1002/2016GL071930). Dies ist eine Anforderung der wissenschaftlichen Methodik, und es ist bisher nicht geschehen. Reply
Kommentar 2 zum Kommentar von M. Rougemont Dann noch: Wenn die Klimaswissenschaft immer noch in den Kinderschuhen steckt, muss man bald von einen frühen Kindstot ausgehen. Denn in ein paar Jahren spricht niemand mehr über Klimawissenschaft und Modellierer. Die politischen IPCC Angstsszenarien haben so viel wirtschaftlichen und freiheitlichen Schaden angerichtet, dass die Menschen – die zu spüren beginnen, dass sie verarmen und ihre Freiheit verlieren – sich keinen Deut um die Deutungen der noblen Wissenschaft kümmern werden. Die Angst vor dem Klima verschwindet und die Klimagelder werden bald versiegen. It’s the economy! Und noch ein letztes: Was wäre – horribile dictu – wenn die Klimarealisten der EIKE recht hätten und der Klimawandel nicht nur kein Problem ist, sondern dank vielen guten Eigenschaften, z.B. den höheren Ernteerträge, der Menschheit nützlich ist? Reply