Klimastrategie: zu viel ausgeben für so gut wie nichts Stratégie climatique : trop dépenser pour presque rien

facepalm

Der Bundesrat hat die «langfristige Klimastrategie der Schweiz» festgelegt. Die Presse berichtete darüber am 28. Januar. Nimmt man alle irreführenden Aussagen in dieser Strategie und in ihrer Präsentation für bare Münze, so lässt sich folgendes einfach und geradlinig analysieren.

Le Conseil fédéral a déterminé la « stratégie climatique à long terme de la Suisse ». Le Temps s’en est fait l’écho le 28 janvier. En prenant pour argent comptant toutes les affirmations foireuses contenue dans cette stratégie et dans sa présentation voici ce que l’on peut analyser, simplement et sans détours.

Der Ausdruck Klimaschutz ist auch ein ironisches Zeichen, dass man nicht weiss, was und wer wirklich vor wem und vor was zu schützen ist.  
Il faut aussi noter l’ironie dans le communiqué fédéral qui parle de protection du climat, ce qui indique que l’on ne sait pas qui et quoi sont vraiment à protéger de quoi et de qui !

À vos calculettes donc ! Auf zu den Taschenrechnern!

Données et Hypothèses Daten und Annahmen
Pertes si rien n’est fait,
en pourcent du PIB en 2050
4 %Verluste, wenn nichts unternommen wird, in Prozent des BIP in 2050
Pertes attendues malgré la prise de mesures, en pourcent du PIB en 20501,5 %Erwartete Verluste trotzt Massnahmen, in Prozent des BIP in 2050
PIB in 2019727 Mrd FrBIP in 20119
Hypothèse :
croissance réelle du PIB
0.5 – 1,5 % p. a.Annahme:
Reales BIP-Wachstum
PIB attendu en 2050850 – 1150 Mrd FrErwartetes BIP in 2050
Pertes sans mesures, en 2050
34 – 46 Mrd FrVerluste ohne Massnahmen, in 2050
Pertes avec mesures, en 2050
13 – 17 Mrd FrVerluste mit Massnahemen, in 2050
Pertes évitées par les mesures en 205021 – 29 Mrd FrVermiedene Verluste dank Massnahmen, in 2050
Hypothèse :
Nombre d’années nécessaires pour absorber une perte de PIB
3-5 ans/JahreAnnahme:
Erforderliche Anzahl von Jahren, um einen Verlust des BIP zu absorbieren
Total des pertes de PIB évitées63 – 145 Mrd FrGesamte vermiedene BIP-Verluste
Investissements pour transition énergétique1400 Mrd FrInvestitionen für Emergiewende
Dépenses de lutte contre le réchauffement climatique109 Mrd FrAusgaben zur Bekämpfung der globalen Erwärmung
Économies sur les importations de carburants -50 Mrd FrEinsparungen bei Brenn- und Treibstoffimporte
Coût total 1459 Mrd FrGesamtkosten
Rapport coût / bénéfice23 – 10Kosten / Nutzen Verhältnis

En d’autres termes :
Selon les données mêmes du Conseil fédéral, il faudra dépenser entre 10 et 23 Fr pour économiser 1 Fr sur les pertes que pourrait entraîner le changement climatique.

Inutile de pinailler sur les détails, ni de savoir de quoi il retourne quant au climat, c’est de la pure démence.

Mit anderen Worten:
Nach den Zahlen des Bundesrates wird es zwischen 10 und 23 Franken kosten, um 1 Franken an möglichen Verlusten durch den Klimawandel zu vermeiden

Es bedarf keiner Diskussionen über Details, auch nicht über Klimafragen, es ist reiner Wahnsinn.

Pourquoi cette obstination folle ?
 

  • Multiples intérêts particuliers selon le 1er principe de l’économie et du mercantilisme : ce qui rapporte à l’un coûte à l’autre, et vice versa.
  • Mainmise étatique sur toutes les formes d’énergie, contrôle absolu sur tous les aspects de la vie.
  • Groupthink, conformisme planétaire, peur de déplaire.
  • Narratif pseudo-moral, « pour votre propre bien. »

Warum diese wahnsinnige Beharrlichkeit?

  • Vielfältige Eigeninteressen nach dem 1. Prinzip der Ökonomie und des Merkantilismus: Was für den einen einträglich ist, kostet den anderen, und umgekehrt.
  • Staatliche Herrschaft über alle Formen von Energie, absolute Kontrolle über alle Aspekte des Lebens.
  • Groupthink, planetarischer Konformismus, Angst vor Missfallen.
  • Pseudomoralische Erzählung, «Ihnen zu liebe.»

Chiffres légèrement corrigés le 1er février (rapport coût/bénéfice)

Note de correction :
Un fidèle lecteur me signale que, si l’on fait une lecture attentive du rapport en question, les 1400 milliards sont composés d’investissements qui de toute manière devraient être effectués, effroi climatique ou non. Dont acte.
On peut alors se demander pourquoi ce chiffre faramineux est introduit s’il n’a pas de relation avec le sujet. On mangera des glaces et boira de la bière aussi d’ici à 2050, pourquoi ne pas incorporer cela dans une «stratégie climatique» ?
Sans présumer de l’intention du Conseil fédéral il faut tout de même supposer qu’il s’agisse de disposer d’un pouvoir sur de tels investissements afin que le troupeau ait un comportement conforme au dogme climatique.

Korrekturhinweis:
Ein treuer Leser schreibt mir, dass, wenn man den fraglichen Bericht genau liest, die 1400 Milliarden aus Investitionen bestehen, die ohnehin getätigt werden müssten, Klimaschreck hin oder her. So sei es.
Man könnte sich dann fragen, warum diese schwindelerregende Zahl eingeführt wird, wenn sie keinen Zusammenhang mit dem Thema hat. Bis 2050 werden die Menschen auch Glace essen und Bier trinken, warum also das nicht in eine «Klimastrategie» einbeziehen?
Ohne dem Bundesrat eine Absicht zu unterstellen, muss davon ausgegangen werden, dass es darum geht, Macht über solche Investitionen zu erhalten, damit sich die Herde gemäss dem Klimadogma verhält.

Aus dem Blog des Autors.

Rougemont Michel de
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6 Kommentare

  • Schon der Ausdruck ‹Klimawandel bekämpfen› ist so irre wie den Sonnenaufgang verschieben wollen.

    Und wenn alles dem Sündenbock CO2 zuzurechnen ist, dann bitte bei ‹Klimaerwärmung› bleiben und uns erklären, was all die Billionen, die wir bluten sollen, an der Temperatur in der Schweiz oder Welt ändern werden? Wann? Messbar?

    Bis zu 70 Grad C fluktuiert es in La Brevine. Wenn CO2 ’neutral›, wird es dann – Pariser Abkommen konform – 1,5 oder 2 Grad C kälter oder weniger warm im Jura, wo sie von minus 40 und bis zu plus 30 Grad C nicht nur überleben können, sondern wo auch noch eine Hochpräzisionsindustrie floriert?

    Nota bene:
    2050, wenn wir – ob erfolgreich oder nicht – an der Temperatur geschräubelt haben (wie gefragt: messbar? Welt oder Schweiz?), wird Simonetta Sommaruga 90 und wohl auch zufrieden sein, dass man für beruflichen Humbug als Bundesrat nie zur Verantwortung gezogen wird.

    PS:
    Und wenn jetzt dieser Kommentar als polemisches Durcheinander rüberkommt, dann hat er etwa die gleiche Qualität wie die bundesrätliche Klimastrategie – nur einiges billiger.

  • Ich vermute, dass wir mit unserer schweizerischen Strompolitik das Netto-Null Ziel
    zumindest in den Wintermonaten viel früher als 2050 erreichen werden.
    Dann nämlich, wenn die Importe fehlen und unser Stromnetz zusammenbricht.

  • @Hans Rentsch:
    S’il ne s’agissait de quelques pourcents il serait acceptable de ne pas trop se soucier de ce chiffre. Mais lorsque c’est un ordre de grandeur qui est en cause dépenser entre 10 et 23 pour économiser 1, la facture paraît plus que démesurée. Encore faut-il en avisé les intéressés, les habitants de ce pays (et de tous les autres engagés dans cette folie):
    Absorption de l’effet pour 3 ou 5 ans: c’est un facteur de bienveillance de ma part, une concession qui permet au rapport coût/bénéfice de ne pas être 3 à 5 fois supérieur à celui ci-dessus.
    Par contre, considérer comme irrémédiable et perpétuelle une perte envisagée pour dans trente ans souffrirait a) d’un maque total de confiance dans le génie humain et sa résilience, et 2) ne serait pas correct car un facteur d’actualisation (Discount rate) doit être appliqué.
    On peut refaire ces calculs comme l’on veut, cela ne cachera pas l’éléphant dans le magasin de porcelaine.

  • Die Zahlen werden wohl vom Publikum auch deshalb immer mehr ignoriert, weil sie täglich nur noch mit Milliarden und neuerdings sogar mit Billionen konfrontiert werden. Oder mit einer SNB-Bilanz in Billionenhöhe und SNB-Gewinnen in zwei- bis dreistelliger Milliardenhöhe… zudem kommt das Geld ja vom Bundesrat… fast wie der Strom aus der Steckdose.

    Wenn ein Verlust in Kauf genommen wird im Wissen oder zumindest in der Erwartung, dass dafür später umso mehr Gewinn/Nutzen anfällt (Umwegrentabilität wie beim Zins fast), dass ist das kein wirklicher Verlust, sondern gewissermassen eine Investition.

    Das ist auch hier ein Problem, exorbitante Kosten können in Kauf genommen werden, wenn sonst der Tod droht…

  • Es ist natürlich so, dass es heute in der Politik einfach zwingend ist, solche geldmässigen Schätzungen zu machen, die sich einige Angehörige der Elite dann um die Ohren schlagen können. Sie werden aber vom Publikum praktisch ausnahmslos ignoriert, weil es den meisten Leuten um die moralisch richtige Gesinnung geht. Da rechnet man doch nicht! Und man ist zu Opfern bereit – zumindest solange es nicht zu viel kostet!
    In der Rechnung verstehe ich die Annahme «Erforderliche Anzahl von Jahren, um einen Verlust des BIP zu absorbieren» nicht. Es könnte ja sein, dass man sich permanent auf einem tieferen langfristigen Verlauf des BIP bewegt, und dann wäre der Verlust praktisch «ewig», oder sehe ich das falsch?

  • Hanspeter Vogel

    Danke für die Darstellung.
    An sich hätte sie vom BAFU gemacht und unter Ziffer 10 der Klima»strategie» veröffentlicht werden sollen.
    Für mich bleibt nach wie vor die Frage offen, wie sauber das BAFU diese Zahlen hergeleitet hat. statt Erklärungeen gibt es Fussnoten mit Verweisen auf Literatur, garniert mit Sätzen wie «Diese Auswirkungen sind stark von den hinterlegten Annahmen und Szenarien und den berücksichtigten Auswirkungen abhängig und können sich je nach Studie stark unterscheiden». Sie sind eine Zumutung an jeden Leser.
    Wenn es schon um Trillionen von Franken geht, sollte man eigentlich meinen, die Kosten-Nutzen-Fragen würden in einem über 60seitigen Dokument auf mehr als bloss 3 Seiten erwähnt (von «behandelt» kann man leider ohnehin nicht reden).

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