Danke für die aufschlussreichen Kommentare. Ganz wichtig ist für mich die Schlussfrage. Sie zeigt m.E. auf, dass wir die wichtigsten Probleme im Müll der Nebensächlichkeiten verstecken. Und sie ist für mich die Erklärung, wieso insbesondere Europa auf einem absteigenden Ast sitzt, der – hoffentlich nicht – demnächst abbricht. Zur Schlussfrage möchte ich noch das Thema Verschuldung – nicht für die Schweiz, aber für Europa/westliche Welt – hinzufügen. Reply
Europa ist immer noch daran, sich kaputt zu regulieren, militärisch total von den USA abhängig zu sein und nun wirtschaftlich auch noch von China erpressbar zu werden; wie ein dummes Schaf, das glaubt, die Wölfe Putin und Xi Jinping seien Vegetarier. Reply
Die Schlussfrage trifft den wunden Punkt. Dazu ein paar (nicht abschliessende) Gedanken: unser Parlament ver(sch)wendet einen grossen Teil seiner Zeit mit Nebenkriegsschauplätzen, Zeit, die dann zu einer seriösen Behandlung wichtiger Vorlagen fehlt. Selbst Kommissionsmitgliedern, die ihr Gebiet kennen sollten, fehlt oft das nötige Wissen, die nötige Gesamtschau. Die Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen z.B. scheint kaum je eine Vorlage auf Herz und Nieren zu prüfen und ist sich meistens nur bei der Erhöhung der Bundesbeiträge über den Antrag der Regierung hinaus einig. Werden Mitglieder der Sicherheitspolitischen Kommission einzeln interviewt, so ist die Kakophonie total. Das ist an sich nicht erstaunlich, weil dieser Kommission SP-und GsoA-Mitglieder angehören (die SP wollte an ihrem letzten Parteitag nicht vom Ziel der Abschaffung der Armee abweichen). In jedem Gericht müssten diese Leute in Ausstand treten, aber das Parlament tickt offenbar anders, will sich selbst im Wege stehen, zu keinen brauchbaren Resultaten kommen. In der Verwaltung gehören einerseits Arbeitsverweigerung und anderseits Ausübung von Tätigkeiten, die nichts mit den Aufgaben der entsprechenden Aemter zu tun haben, zum Alltag. So winkt z.B. die Bundeskanzlei Initiativen durch, die den Grundsatz der Einheit der Materie verletzen und durch lügenhafte Titel das Gegenteil dessen vorgaukeln, das sie bewirken, wie etwa: Volksinitiative für eine gerechte Energie- und Klimapolitik: Investieren für Wohlstand, Arbeit und Umwelt; Volksinitiative für eine soziale Klimapolitik, steuerlich gerecht finanziert: Initiative für eine Zukunft. Die im letzten Abstimmungskampf von den diversen SRG-Gesellschaften verbreiteten Lügen stanken zum Himmel: das soeben für 120 Mio Franken fertiggestellte (zur Programmausweitung notwendige) Studio in Ecublens müsste geschlossen werden und ein grosser Teil der Nachrichten für die Suisse Romande würden künftig in Zürich produziert; kein RTR mehr, keinen Sport, etc Reply