Mit Kernkraft das Winterstromloch 2050 decken – oder mit synthetischem Biotreibstoff?

Mit Kernkraft das Winterstromloch 2050 decken – oder mit synthetischem Biotreibstoff?

In früheren Beiträgen habe ich gezeigt, dass die enorme Stromlücke im Winter 2050 weder mit zusätzlichen Solaranlagen, neuen Wasserkraftwerken, Batterien oder Wasserstoff allein gedeckt werden kann. Jetzt untersuche ich, ob das entweder mit den schon bestehenden und neuen Kernkraftwerken oder mit Stromerzeugung aus importiertem synthetischen Kraftstoff aus Pflanzenöl möglich ist.

Was wichtig ist:

  • Mit Laufzeitenverlängerungen bei den Kernkraftwerken Gösgen und Leibstadt könnte im Winter 2050 38 Prozent der Stromlücke gedeckt werden.
  • Zusammen mit drei neugebauten südkoreanischen Reaktoren APR-1400 wäre das Winterstromloch sogar mehr als gefüllt.
  • Zur Deckung derselben Lücke mit synthetischem Biotreibstoff wäre eine 9000 Quadratkilometer grosse Palmölplantage in Äquatornähe sowie 120’000 Tonnen Wasserstoff erforderlich.
  • Die 3,4 Milliarden Liter Synfuel müssten bei uns in sechs neugebauten Kombikraftwerken verstromt werden.

[…]

Lesen Sie weiter im Originalbeitrag, der als „Schlumpfs Grafik 155“ im Online-Nebelspalter vom 7. Juli 2025 erschienen ist und dort für Abonnenten sofort sowie für Nicht-Abonnenten nach einem kurzen Werbefilm verfügbar ist, oder in meinem Blog Schlumpf-Argumente.


Unausgegorene Energiewende

Mit der Annahme des Stromgesetzes hat die Schweiz letztes Jahr die Weichen für die Energiestrategie neu gestellt: Künftig soll ein grosser Teil der Elektrizität von Wind und Sonne kommen. Doch was bedeutet dieser Wechsel für die Stabilität des Stromsystems? Können wir künftig ohne neue Grosskraftwerke auskommen? Und schützen wir damit wirklich das Klima?  In einer Serie beleuchtet Kolumnist Martin Schlumpf die Probleme und Grenzen  der «Energiestrategie 2050» und zeigt, welche Lösungen es gäbe.

Bisher erschienen: 

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2 thoughts on “Mit Kernkraft das Winterstromloch 2050 decken – oder mit synthetischem Biotreibstoff?”

  1. Stromlücke füllt man nicht mit Wunschdenken:
    Schlumpf bringt’s auf den Punkt: Ohne neue Grosskraftwerke wird die Schweiz im Winter 2050 im Dunkeln sitzen. Entweder moderne AKW – oder gigantische Palmölimporte mit fragwürdiger Ökobilanz. Die Energiestrategie verdrängt harte Realitäten.

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