Beat Kappeler: Zerstörung Energiediversität

Zuschrift eines prominenten CCN-Bloglesers


Von: Beat Kappeler
Gesendet: Mittwoch, 10. August 2022
An: Markus Saurer
Betreff: Mutwillige Zerstörung der Energiediversität durch Kantone

Lieber Markus,

das wäre auch noch zu bekämpfen:

Wer in der Schweiz eine Ölheizung durch eine Wärmepumpe mit Strom ersetzt, bekommt mehrere tausend Franken Förderung – aber nur, wenn man die Ölheizung ausbaut. Das heisst, die meisten Kantone setzen nun die Bevölkerung auf nur eine einzige Energiequelle, den Strom, obwohl Zweifel an der Stromversorgung nur schon für nächsten Winter aufkommen. Die Abhilfe aber ist einfach: die Ölheizung muss –will man Fördergeld für Stromanlagen – plombiert werden. Sollte dann die Stromversorgung flattern, können Regierungsrat, Bundesrat, die Plomben frei geben und schon ist das Land warm versorgt. Der Kaminfeger wird dann später wieder die Plombe anbringen. 

Vorteil: mit hunderttausenden belassener, ruhender Ölfeuerungen hat das Land den perfekten “Notvorrat”, der traditionell bewundert wurde: sichere Versorgung in Notlagen durch private Reserven!! In Strom-Notlagen können die mit Industrie-Stromanschlüssen betriebenen Wärmepumpen zeitweilig “plombiert” werden, die belassenen Ölheizungen laufen mit dem Haushalts-Reststrom doch noch.

(Und vielleicht, mit Einverständnis der Haushalte, könnten Hunderttausende automatisch ferngesteuert umgestellt werden bei Notlagen. Wenn das mit dem Handy schon geht…)

Homepage: www.beatkappeler.info // neu: „Kantone zerstören mutwillig die Energie-Diversität”


Facebooktwitterlinkedinmail
Latest posts by Markus Saurer (see all)

3 thoughts on “Beat Kappeler: Zerstörung Energiediversität”

    1. Lieber Herr Kappeler,
      eine gute Idee, allerdings mit einem Hacken: Leider läuft auch die Ölheizung nicht, wenn der Strom fehlt, weil Brenner und Pumpen auf Strom angewiesen sind. Das sind zwar nur bescheidene Leistungen, die beim nötigen technischen Verständnis durch kleine Notstromgeneratoren bereitgestellt werden. Beschränkt ist auch der Einsatz von Fotovoltaik möglich – allenfalls mit Vorort-Speicher.
      Freundliche Grüsse
      Heinz Keller

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.