Netto null CO2?

Die radikalsten und illusionärsten Forderungen stellen „Fridays for Future“ oder „Extinction Rebellion“.

Netto null CO2? In diesem neuen Gespräch stellen Martin Schlumpf und Hans Rentsch zuerst netto null CO2 in den historischen Kontext der globalen Entwicklung der Energieversorgung mit ihren diversen Energiewenden. „Netto null“ hat sich mittlerweile als eingängiges Schlagwort der Klimapolitik fest etabliert. Dass es um den CO2-Ausstoss geht, muss man gar nicht mehr speziell erwähnen. Unterschiedliche Vorstellungen gibt es über den Zieltermin. Die radikalsten und illusionärsten Forderungen – netto null bis 2030 – stellen Bewegungen wie „Fridays for Future“ oder „Extinction Rebellion“.

Der schweizerische Bundesrat hat als indikatives Ziel für netto null das Jahr 2050 vorgegeben, auch dies noch ein äusserst ehrgeiziges Vorhaben. Aufgrund der schweizerischen Selbstverpflichtungen aus dem Klimaabkommen von Paris aus dem Jahr 2015 soll der CO2-Ausstoss bis 2030 gegenüber 1990 um 50 Prozent sinken. Die grössten Herausforderungen stellen sich allerdings erst nach 2030, wenn sukzessive die Kernkraftwerke abgeschaltet werden. Alle bisherigen Podcasts sind auf unserem YouTube-Kanal schlumpf&rentsch zu sehen.

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2 Kommentare

  • Hanspeter Vogel

    Ich würde mit Frau Sommaruga nicht so hart ins Gericht gehen. Sie hat im Blick-Interview das gesagt, das sie wusste. Uebrigens habe ich dort auch etwas neues gelernt, nämlich dass sie 14 Minuten braucht, um ihren Mantel auszuziehen („Die NEAT-Fahrzeit von Bellinzona nach Lugano halbiert sich. Man kann kaum mehr den Mantel ausziehen, schon fährt der Zug ein.“).
    Ihr Referat am am Stromkongress vor 10 Tagen war demgegenüber durch viel weniger Inhalt belastet, obwohl sie sich dort nicht an Blick-Leser, sondern an Fachleute wandte. Immerhin gab es auch dort eine tröstliche Botschaft:
    „Nun geht es darum, sich für die Zukunft zu wappnen. Ein wichtiger Schritt ist das neue Bundesgesetz über eine sichere Stromversorgung mit erneuerbaren Energien. Der Bundesrat wird die Botschaft Mitte Jahr ans Parlament überweisen. Ziel ist einerseits der weitere Ausbau der erneuerbaren Stromproduktion, aber auch die Integration der Erneuerbaren in den Markt. Die Energiewende löst Investitionen aus, sichert und schafft Arbeitsplätze – Das bringt einen Nutzen für die Gesellschaft generell und auch für Sie ganz speziell.“
    An sich habe ich nicht gewusst, dass der Absatz eines Produktes (Integration der Erneuerbaren in den Markt) in ener freien Gesellschaft Bundessache ist, aber warten wir ab. Ich freue mich schon jetzt auf die Laudatio für diesen BG-Entwurf im CC-Forum.

  • Die Reihenfolge – für die aber Frau Sommaruga nicht verantwortlich ist – hat es in sich: erst wird dem Volk eine Energiestrategie über einen Zeithorizont von über 30 Jahren vorgelegt und dann, Jahre später, folgt ein Gesetz über die sichere Stromversorgung der Zukunft…

    Wir schrauben uns immer tiefer ins Dilemma hinein. Ich bin überzeugt, dass wir da nur mit dem nächsten Wechsel im UVEK rauskommen. Die nächste Departementsvorsteherin müsste dazu aber auch die Spitzen von BFE und BAFU auswechseln. Dort hat sich durch adverse Selektion ein rot-grüner Filz ausgebreitet, den man nur ganz oder gar nicht beseitigen kann.

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