Das Statement ist nachvollziehbar. Zur Versorgungssicherheit und – Kontinuität kommen noch – Wirtschaftlichkeit – Umweltfreundlichkeit – Sicherheit/Risikominimierung – geopolitische Unabhängigkeit. Reply
Völlig einig. Erneuerbare (ausser Wasser) sind völlig überflüssig mit Kernkraft. Die SES Schweizerische Energiestiftung und ihre Kumpane wissen das auch, darum die Angst vor der Aufhebung des AKW-Verbots. Die Turbinen der Backupkraftwerke, die wegen der Erneuerbaren rauf- und runtergefahren werden müssen, altern übrigens schneller mit den Flatterhaften als ohne diese. Reply
Vielleicht liegt Markus Saurer nicht ganz falsch mit seinen dedizierten Aussagen, aber er scheint zu vergessen, dass da neue Stromgesetz am 9. Juni 2024 mit 68,7% Ja-Stimmen von der Schweizer Stimmbevölkerung angenommen wurde. Wir brauchen auch keine neue Forschung, um herauszufinden, wie die zukünftige Stromversorgung aussehen sollte. In der Verantwortung sind in erster Linie die Kantone und ihre Kantonswerke, welche Eigentümer von Axpo, Alpiq und BKW sind. Das gleiche gilt für die Städte und ihre Stadtwerke. Axpo hat in seinem Power Switcher https://powerswitcher.axpo.com/en/expert?scenario=axpo-renewables aufgezeigt, welche Varianten es gibt und was sie kosten. Es gibt auch viele kluge Köpfe beim ETHZ, welche tolle Modelle zu diesem Thema entwickelt haben. Das Problem sind nicht die Erneuerbaren, sondern die lokalen Einsprachen zu allen Neubauprojekten, ob Windkraftwerke, neue Stromleitungen oder Ausbau von Pumpspeicherwerken in den Alpen. Reply
Deutschland: Wind und Sonne liefern inzwischen fast 2/3 des Stroms Wichtigster Energieträger in der Stromproduktion war laut dem deutschen Statistischen Bundesamt zuletzt erneut Windkraft, gefolgt von der Photovoltaik. Ausschlaggebend dafür, dass beide Energieträger Rekordwerte für einen Sommer erreichten, ist der Ausbau von Windrädern und Photovoltaikanlagen. Und schon komisch: Der Blackout will und will nicht kommen…. Die Verfügbarkeit von Strom ist besser denn je…. Und die CO2-Intensität der Stromerzeugung sinkt fortlaufend…. Siehe: https://www.spiegel.de/wirtschaft/erneuerbare-energie-wind-und-sonne-liefern-inzwischen-fast-zwei-drittel-des-stroms-a-343b8799-ce2a-4506-9470-8bccd8487ec2 Reply
Aber leider steigen die Kosten, wie wir schon 2014/15 gesagt haben, in untragbare Höhen. Deutschland verarmt – der CO2-Gehalt der deutschen Wirtschaft und Gesellschaft wird bald in der Tat markant sinken. Aber nicht wegen Wind und Sonne, sondern wegen Deindustrialisierung. Soweit wird es bei uns wohl nicht kommen. Aber “dank” der Viererbande im Bundesrat sowie den Roten, Grünen, Mittigen und der FDP (!) werden wir jetzt ein paar Jahre mit steigenden CO2-Emissionen in der Stromproduktion leben müssen. Hätten wir nach Fukushima weiter unsere Hydro/Nukleo-Strategie verfolgt, wäre es dazu nie gekommen. Reply
Die Industriestrompreise werden mit Steuermitteln (oder aus Sondervermögen, sprich: mit Verschuldung) verbilligt. Für die Haushalte wurden die Netzentgelte etwas gesenkt – aber nicht die Netzkosten, also auch hier: Steuern oder Verschuldung. Aber natürlich sinken in Deutschland die Strompreise (Energieteil in kWh) auch, wenn etwa die Gas- oder die AKW-Strompreise fallen. Aber Deutschland hat die höchsten Strompreise in der EU. Wenn der Anteil des Flatterstroms noch weiter steigt, dann werden auch die Stromkosten (mit allem drum und dran an Systemelementen, die allein durch diesen Strom bedingt sind) weiter steigen. Aus welchen Mitteln Deutschland die Strompreise dann auch immer verbilligen wird, irgend jemand wird sie zahlen müssen – auch wenn sie mit Verschuldung in die Zukunft verschoben werden. Ganz Deutschland lamentiert über Deindustrialisierung wegen zu hohen Energiekosten und unsicherer Versorgung. Aber Rehsche freut sich über Gratis-Sonne und Gratis-Wind und sinkende Preise…. da stimmt wohl etwas nicht ganz. Reply
Die Kernenergie wird die Neuen Erneuerbaren bis 2050 – vielleicht formal – noch ergänzen. Einfach, weil bislang Erneuerbare weiter subventioniert-beschleunigt noch eine Zeitlang ausgebaut werden. Aber die Erneuerbaren laufen bei grösserem Ausbauanteil derzeit in massive wirtschaftliche Probleme. Wir sehen das in Dänemark und Grossbritannien, wo die Strompreise für Industrie und Privat regelrecht explodieren und mittlerweilen die 40 Cent/kWh-Grenze durchbrechen. Auch technisch werden die Grenzen sichtbar: Der spanische Blackout im Frühjahr wurde höchstwahrscheinlich durch nicht gedämpfte Oszillationen im Süden des Landes ausgelöst, wo PV bis zu 95% der Produktionsleistung erbrachte. Die nötige Dämpfung des iberischen Stromnetzes durch Grosskraftwerke war praktisch inexistent. Das bedeutet, dass das Stromnetz künftig gewaltige künstliche Dämpfungsmassnahmen erfordert, die sehr kostenintensiv werden – und derzeit im Strompreis noch gar nicht aufscheinen. Ab Mitte des Jahrhunderts wird die Kernenergie jedoch die Erneuerbaren mit ihren kostspieligen und unlösbaren Problemen verdrängen – und nicht mehr nur “ergänzen”. Den Rückschritt zu unökologischen “Naturenergien” werden sich die Gesellschaften nicht weiter leisten. Das war eine kurzeitige, postmoderne Erscheinung des ausgehenden 20. Jahrhunderts, wo in westlichen Gesellschaften fast alles wirtschaftlich möglich war bei einer beispiellosen irrational geschürten Atompanik. Das kommt heute aber klar zu ihrem Ende. Reply
Die technologische Entwicklung wird schlussendlich darüber entscheiden, ob in Zukunft die Kernkraft in der Schweiz eine Renaissance erleben wird. Wenn neue, sichere Reaktortypen aus Amerika oder Asien mittelfristig genug Marktreife erreichen, könnte die Aussage von J. Nöggerath wahr werden. Aber die Entwicklung der Batterietechnik und von anderen Speichertechnologien, welche zum Ausgleich der variablen Erzeugung der neuen Erneuerbaren notwendig sind, bleibt auch nicht stehen. Man sollte auch nicht vergessen, dass Verbraucher wie Elektroautos oder Wärmepumpen keine Grundlast benötigen, sondern Leistung auf Abruf, was die heutigen KKW nur teilweise können, bzw. Gaskraftwerke günstiger erbringen können. Die Investoren in Erzeugungskapazitäten, sprich grossen Stromunternehmen, müssten auch wieder langfristig denken, was in der heutigen Marktorganisation wesentlich schwieriger ist, als in der früheren Welt mit regionalen oder nationalen Monopolen für die Stromversorgung. Vielleicht ist der liberalisierte Strommarkt in Europa deswegen mehr Fluch als Segen, bzw. er müsste mindestens den Vorrang auf alle CO2 arme Technologien erweitern und nicht nur auf PV, Wind und Wasser beschränken. Reply
Da gäbe es einiges zu sagen. Olkiluoto 3 (Bau ab 2005, Inbetriebnahme April 2023) befriedigt mit einer Leistung von 1.6 bis 1.7 GW heute rund 14% des finnischen Strombedarfs – erster Druckwasserreaktor (EPR) der Generation III+ in Europa (diese Technologie läuft auch in Flamanville 3/F und ab Ende 20-er Jahre in Hinkley Point C (GB). Dank Olkiluoto 3 konnten die Finnen ihre Strompreise dauerhaft erheblich senken. Die Schweiz muss nicht zuwarten, bis Small Modular Reactors (SMR) kommerzielle Reife für quasi den Kauf ab Stange erreicht haben. Wir sollten uns vielmehr einen AKW-Mix zulegen (Beznau noch als Übergangslösung aufpeppen, dann ein grosser EPR Gen III+, später noch ein paar SMR…). Wie auch immer, habe ich aber nur gefordert, dass endlich und unverzüglich unsere Versorgung der Zukunft erforscht wird. Schauen Sie sich doch einmal die letzten Ausschreibungen von SWEETER an – was da für Quark hinterfragt werden soll. Alles immer noch auf der Linie der bereits gescheiterten Energiestrategie 2050 (gemäss Erweiterung Energieperspektiven 2050 plus). Die aktuellen Planungen und Realisierungen führen uns über kurz oder lang in eine Lücke, die wir eventuell nicht mehr mit Importen decken können – auch nicht mit einem Stromabkommen. Wir verfügen aber über eine Wirtschafts- und Gesellschaftsstruktur, die sich Versorgungslücken mit Rationierungen schlicht nicht leisten kann. Reply
Es gibt eigentlich kaum was zu erforschen, ich wiederhole mich nur, solange alle Bauvorhaben lokal verzögert oder blockiert werden, und wie soll es bitte bei neuen KKW anders sein, kommt die Schweiz nicht vom Fleck und läuft effektiv in eine grosse Abhängigkeit von Importen aus dem Ausland im Winter! Und ohne Stromabkommen mit der EU, in eine noch riskantere Situation. BR Rösti hat es gut verstanden, aber die Kantone und die Städte anscheinend kaum, bzw. scheinen wenig aus der Gaskrise nach dem Überfall von Russland auf die Ukraine gelernt zu haben. Reply
Wohin wollen Sie denn vom Fleck kommen – einfach irgendwie Bewegung, egal in welche Richtung? Einfach mehr Solar und Wind und Netze, egal, ob es noch bessere Optionen geben würde? Nein! Es muss wie in jeder strategischen Planung bestimmt werden, wohin die Reise im Idealfall gehen sollte. Und daran muss man die heutigen Taten messen bzw. orientieren. Wir taumeln sinnlos auf einer Strategie herum, die diesen Namen nicht verdient. Von der wir heute schon wissen, dass sie versagt! Reply