Bisher konnte sich die axpo immer hinter dem Verbot von neuen KKW verstecken. Wenn das Verbot fällt, müssen sie Stellung beziehen: AKW oder Gaskraftwerke. Das ist die Diskussion, die Leuthard 2017 verhindert hat, Nun müssen wir diese führen! Netto Null mit Gas wird nie funktionieren. Gas und Nordstream geht nicht. Es braucht KKW. AtomAtom, Atom. Reply
Diese Leute sagen nicht was sie denken, sondern was ihrem Eigentümer genehm ist. AXPO ist kein unternehmerisch geführtes Unternehmen, sondern ist zu einem Staatsbetrieb verkommenen, der von politisch installierten Managern geführt wird. Der AXPO ist es ziemlich Wurst welchen Strom sie produzieren sollen. Solange das politisch unterstützt wird und es für sie betriebswirtschaftlich aufgeht. Volkswirtschaftliche Überlegungen spielen da überhaupt keine Rolle. Der Markt spielt sowieso nicht mehr richtig. Der Kunde muss bezahlen was auf den Tisch kommt. Ob wir Kernkraftwerke haben werden bedarf eines politischen Entscheids. Und der kommt leider erst, wenn die Not auch dem Letzten offenbar wird. Schweden ist uns da etwas voraus. Reply
Genau. Für Kernkraftwerke müssen wir uns politisch entscheiden. Damit der Entscheid richtig ausfällt (JA und rechtzeitig, d.h. sofort!), müssten die Politiker und das Volk von den Experten der Branche und der Wissenschaft richtig beraten werden. Doch diese getrauen sich nicht, die scheinbar unbequeme Wahrheit auszusprechen. Wann endlich kommt ein Winkelried daher… ich dachte immer, Christoph Brand würde diese Rolle übernehmen. Tut er es, dann verdient er einen noch höheren Bonus! 😉 Reply
Winkelried hatte es einfacher, Heute wird ganzen Generationen von mit unsern Steuergeldern bezahlten Lehrern eingetrichtert, Kernkraft sei des Teufels. Und alle linken Journis (links sind dort die meisten) sagen dasselbe. Heute kann nicht einmal ein Energieminister sagen, die Montage von Solarpanels im nebelschwangeren Mittelland sei ein Blödsinn. Wer nicht bedingungslos an Helios und Aelos glaubt, wird als Gotteslästerer geächtet. Und weil Glaube nie rational herleitbar ist, kann man sich auch nicht mit rationalen Argumenten dagegen verteidigen. Sonst hätte der ausgezeichnete, kürzlich in der NZZ publizierte Leserbrief von Irene Aegerter bei den Sonnenanbetern wie eine Bombe eingeschlagen.Tat er aber nicht. Reply
Genau so ist es. Es geht um einen typischen Staatsbetrieb, der sich nur um die möglichst profitable Verknüpfung mit andern zentralisierten Staatsbetrieben bemüht und dafür den Preis der internationalen Abhängigkeit bezahlt. Reply
Ja, nur zahlt diesen Preis nicht der Staatsbetrieb und erst recht nicht dessen Politiker-Verwaltungsräte und Manager, sondern die Zwangskunden, die Zwangssteuerzahler, die Allgemeinheit. Wir haben das Problem gemäss Mancur Olson, dass es hier einer kleinen homogenen Eigeninteressegruppe gelingt, die Mehrheit “auszunehmen”. Reply
Markus, ich habe Deinen Beitrag quer und zu schnell gelesen und las “Politiker-Vergewaltigungsräte”. Freudscher Verleser? Reply
Brand ist kein Ingenieur. Wäre er einer, würde er nicht behaupten, Abschaltung Beznau könne mit Windrädern kompensiert werden. Reply
Ein Blick in die website der Axpo ist erhellend. Gegründet wurde die (damalige) NOK, um die Stromversorgung in den beteiligten Kantonen sicherzustellen. In der heutigen Strategie ist Versorgungssicherheit anscheinend nur noch eines von mehreren Zielen, nebst Stromhandel und netto Null. D.h. diese immer noch staatliche Firma weiss (seit der Teilliberalisierung des Strommarktes?) nicht mehr, wofür sie eigentlich da sein sollte, entsprechend agiert das Management. Das können nur die Eigentümer-Kantone korrigieren, aber die kassieren lieber die Dividenden anstatt für ihre auf sichere Versorgung angewiesene Bevölkerung und Wirtschaft auf die Hinterbeine zu stehen, während der Bund die Grossrisiken aus dem Stromhandel übernimmt. Reply
M.W. hat die Axpo einen sog. professionellen Verwaltungsrat, da nicht mehr die Kantone durch ihre Regierungsräte vertreten sein dürfen. Ob sich das bewährt hat, wage ich zu bezweifeln, nachdem ich die neue Vergütungspolitik zur Kenntnis nehmen musste! Wo bleibt die Stimme des VR-Präsidenten in der AKW-Diskussion? Reply
Michael Kessler kam 2009 ins Kernkraftwerk Leibstadt. Er war vorher in Deutschland bei Siemens Gasturbinen angestellt und war bei der Inbetriebsetzung der hochmodernen Gaskraftwerke Irsching oder Hamm-Uentrop beteiligt. Beide mit ca. 60% Wirkgrad. Im KKL war er dann Abteilungsleiter Maschinentechnik und leitete interimsmässig auch das Kraftwerk eine Zeitlang. Ich habe mit ihm 10 Jahre zusammengearbeitet Tür an Tür. Ich denke, er ist ein wirklicher Kraftwerksingenieur mit Herz und Blut. Er steht absolut für die Kernenergie ein. Und ich kenne seine Haltung bis heute gut. Aber alle die hier über den Konsenszwang schreiben haben irgendwie Recht: Er hat innerhalb der AXPO-Spitze deren (politischen) Konsens mitzutragen. Wir (pensionierte) Fachexperten im CCN-Vorstand und bei den sonstigen befreundeten Organisationen haben es da leichter. Wir werden beim Thema schweizerische Energiepolitik weiterhin laut und deutlich sagen, was richtig und plausibel für die Zukunft ist: Ausbau der Kernenergie. Deckelung der Erneuerbaren Solar & Wind. Das gilt übrigens nicht nur für die Schweiz. Und wir werden auch mit unseren diesbezüglich kritischen Haltungen gegenüber den Stromkonzernen nicht hinter dem Berg halten. Insofern unterstützen wir auch diejenigen Kräfte innerhalb der Stromkonzerne, denen heute noch die Hände gebunden sind. Ich hoffe, Michael Kessler kann in nicht allzuferner Zukunft etwas prononcierter für die Sache der Kernenergie in der Öffentlichkeit eintreten. Times are changing. Reply
Ja, es geht mir nicht darum, Kessler in die Pfanne zu hauen. Er sagt, was er ihm momentan für ihn gegebenem Umfeld glaubt, sagen zu dürfen. Doch die Antwort, die AKW-Frage stelle sich im Moment noch nicht, die offenbar Axpo-weit einer Sprachregelung entspricht, ist einfach zu blöd, um nicht kritisiert zu werden. Eine Frage stellt sich nicht einfach von selber – sie muss von jemandem gestellt werden. Und zwar sofort – und dann auch raschestmöglich beantwortet werden. Sonst richten wir das schweizerische Energiesystem an nichts aus. Rösti will die Netzausbauten beschleunigen… doch in welche Richtung? Das ist einfach strategisch alles so schwach auf der Brust, dass einem Angst und Bange werden kann. Reply
Mir geht es darum, zu verkünden, dass Netto Null und dekarbonieren der grösste Unfug darstellen. 9 Milliarden Menschen atmen etwa 4.5 Milliarden CO3 pro Jahr aus. Wie kann die Politik immer wieder straflos herumirren? Reply
Jein! Die aktuelle CO2-Situation in der Atmosphäre ist so: 427 ppm(Vol)CO2 = 648.5 ppm(Masse)CO2 = 3’341 GtCO2 = 407 tCO2 pro Person (mit 8.2 Milliarden Einwohner). Die aktuellen CO2-Emissionen aus fossilen Energieträger sind so hoch: +38.5 GtCO2/Jahr = +4.7 tCO2 pro Person/J, im Vergleich mit 4.5 GtCO2/J = 0.5 tCO2 pro Person/J aus Ausatmung. Aber davon sind “Ocean Sink”: –8.5 GtCO2/J und “Land Sink”: –10.5 GtCO2/J. Daher ist die jährliche Steigerung in der Atmosphäre “nur”: 38.5 – 8.5 – 10.5 = +19.5 GtCO2/J = +2.3 tCO2 pro Person/J, d.h. ca. +2.5 ppm(Vol.)/J = +3.8 ppm(Masse)/J. Noch einmal im Vergleich, aus menschlicher Ausatmung: 4.5 GtCO2/J = 0.5 tCO2 pro Person/J, also “theoretisch” wäre es: +0.6 ppm(Vol.)/J. Wo ist der Trick versteckt? Die Natur (Atmung, Photosynthese, Gärung, Verrottung, Faulung, usw.) produziert jährlich und kontinuierlich zusätzlich 550 GtCO2. Unsere Ausatmungen sind hier schon “natürlich inbegriffen”! Zum Schluss noch ein Zitat vom deutschen Umweltbundesamt: https://www.umweltbundesamt.de/service/uba-fragen/ist-nicht-der-co2-ausstoss-des-menschen-im-rahmen “Im Rahmen des natürlichen Kohlenstoffkreislaufs werden vergleichsweise grosse Mengen ausgetauscht: Zwischen Atmosphäre und Ozean im Mittel rund 90 GtC/J (330 GtCO2/J) und zwischen Atmosphäre und Vegetation rund 60 GtC/J (220 GtCO2/J). Doch im Rahmen des natürlichen Kohlenstoffkreislaufs steigt die atmosphärische Konzentration von Kohlendioxid aus folgenden Gründen nicht an: Der Ozean nimmt ungefähr gleichviel CO2, wie in die Atmosphäre abgegeben wird, auch wieder auf. Die CO2-Nettobilanz für die Atmosphäre ist also praktisch gleich Null. Das Gleiche gilt für die Vegetation.” Reply
Bei 60% einmaligem Investitionsbeitrag, wie bei der Windenergie, würde die AXPO sofort auf den Zug aufspringen und umgehend einen Termin bei Bundesrat Albert Rösti beantragen. Reply
Axpo und Co. haben sich längst von ihrem einstigen Grundauftrag “Gewährleistung einer sicheren inländischen Stromproduktion” verabschiedet. Sie forcieren mit subventionierten Flatterstrominvestitionen nur noch den Stromhandel, weil da Spekulationsgewinne mit entsprechenden Boni möglich sind und bei Verlusten Staatsgarantien angefordert werden können. Man lese nur einmal die Eigenbeschreibung der BKW: “Wir sind ein international tätiges Energie- und Infrastrukturunternehmen und bieten integrierte Gesamtlösungen in den Bereichen Energie, Gebäude und Infrastruktur an.” Von Versorgungssicherheit keine Rede! Dazu passend die Antwort des VSE-Direktors auf meine kürzlich gestellte entsprechende Frage: “Wir befassen uns nicht mit Kernenergie. Schliesslich hat das Volk dazu Nein gesagt und wir fördern sicher nicht (wörtlich) Illegales.” Das ist für mich geistiges Blackout . Reply
Eine klassische Pattsituation: Die Axpo wartet opportunistisch, dass die Politik den ersten Schritt tut und sich zu neuen AKW’s bekennt. Derweil wartet die Politik opportunistisch auf ein klares Bekenntnis der Branche zur Kernenergies und die Ansage, dass es ohne neue AKW’s nicht geht. Jeder wartet, dass der andere zuerst Farbe bekennt, während der Kahn vollläuft und absäuft. Feigheit so weit das Auge blickt. Reply