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Auf dem Weg zu Jahrhundertfehler Nr. 2

Auf dem Weg zu Jahrhundertfehler Nr. 2

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Dies ist ein Blog von Autoren, deren Meinungen nicht mit denen von CCN übereinstimmen müssen.

6 thoughts on “Auf dem Weg zu Jahrhundertfehler Nr. 2”

  1. Klar, und verständlich für jeden, der verstehen will (was bei BFE-Leuten und Linken leider kaum der Fall ist).
    In einem Punkt wäre ich etwas weniger apodiktisch. Du schreibst:
    “Zusätzliche Wasserkraft kann sinnvoll sein, weil sie gut plan- und steuerbar ist. Allerdings ist das Potenzial für zusätzliche Werke sehr gering, weshalb wir sie hier ausklammern können.”
    Ich würde die ungenutzt von unsern Bergen an die Landesgrenzen fliessende Wassermenge nicht unterschätzen. Meines Erachtens gäbe es hier schon Potenzial, insbesondere dann, wenn die zu turbinierende Wassermenge durch Pumpspeicherwerke vervielfacht wird. Die Pumpen müssten dann entweder durch Atomstrom oder durch an Ort produzierten Solarstrom betrieben werden. Hauptproblem ist hier meines Erachtens aber die politische Akzeptanz.
    Wahrscheinlich werden wir uns aber noch aus andern Gründen mit künftigen Stauseen herumschlagen müssen:
    wenn die billigsten Wasserreservoire, die Gletscher, schmelzen, müssen wir sie durch Stauseen ersetzen, um unsere Alpen und Bergtäler vor Austrocknung und Vergandung zu schützen, Beschneiungsanlagen betreiben zu können und bei Starkregen genügend Wasser zurückhalten zu können, um Ueberschwemmungen zu verhindern.
    Ich sage nicht, zusätzliche Wasserkraft sei die Lösung. Dass sie alleine nicht ausreichen würde, weiss ich auch. Ob sie wirtschaftlich eingesetzt werden könnte, weiss ich nicht. Aber ich würde sie in die Evaluation einbeziehen.

  2. Eine sichere Stromversorgung der Schweiz im Winter nach der Abschaltung der bestehenden KKW könnte theoretisch mit einer massiven Zubau von Windkraftwerken und von Pumpspeicherwerken gewährleistet werden. Wenn dies in den nächsten 10 Jahren nicht erfolgt, weil die Akzeptanz in der Bevölkerung fehlt, wird der Zubau von einer grossen Anzahl von Gaskraftwerken notwendig sein. Das zeigen auch die Szenarien der Axpo. Axpo, Alpiq und BKW könnten auch wie in der Vergangenheit grosse Abnahmeverträge für Kernenergie mit EDF abschliessen, wenn die Akzeptanz für neue KKW in der Schweiz weiterhin fehlen würde. Es gibt auch viel mehr Optionen, wenn die Schweiz das Stromabkommen mit der EU annimmt, weil dadurch die Schweiz im europäischen Stromverbund integriert bleiben würde. Neue KKW werden frühestens ab 2045 den Betrieb aufnehmen können. Wir müssen aber mittelfristig Lösungen haben und nicht nur langfristig denken, das ist die richtige Botschaft von BR Rösti.

    1. Wir müssen von heute an bis in alle Zukunft eine möglichst sichere, kostengünstige und umweltfreundliche Stromversorgung haben. Aber heute mit Wind- und Solaroffensiven, also mit Offensiven in dezentraler und flatterhafter Produktion dafür zu sorgen, dass wir auch die Netze und viele weitere Systemelemente massive, dezentral, bidirektional ausrichten und dafür Hunderte von Milliarden an Ressourcen investieren müssen, ist ein Schildbürgerstreich der wenig lustigen Sorte. Das ist der Inhalt meines Beitrags.

      Meine Vermutung ist, dass zentrale Gaskraftwerke auf kurze bis mittlere Frist sicherer, ökonomischer und umweltfreundlicher sind.

      Aber der zentrale Punkt meines Beitrags ist ja die Forderung an BR Rösti und die Energiepolitik, jetzt endlich einmal richtige Forschung zu betreiben. Seit Fukushima und seit der Leuthard-Energiepolitik (in der wir immer noch gefangen sind!!!) zahlt das BFE (der Steuerzahler und der Stromkonsument) Hunderte von Millionen an immer die gleichen Leute und Institutionen, um dem Bürger einzubleuen, dass die Leuthard-Energiepolitik machbar sei. Aber sie ist es nicht!

      Damit, lieber Herr Huber, hat ihr Kommentar nichts zu tun.

      1. Lieber Herr Saurer, etwas konkretes, damit Sie nicht nur in der Theorie bleiben …
        Unter dem Projektnamen «SENDA» – rätoromanisch für «Weg» – arbeitet Axpo an einem gruppenweiten Projekt, das eine faktenbasierte Grundlage für die Diskussion über die zukünftige Schweizer Stromversorgung schaffen soll. Im Rahmen des Projekts werden umfassende Berichte erstellt und veröffentlicht, um eine solide öffentliche Diskussionsbasis zu ermöglichen. Der Fokus liegt auf der Winterstromversorgung, die wegen des Kernenergieausstiegs und steigender Nachfrage zunehmend herausfordernd wird. Die Ergebnisse werden Ende März 2026 im Rahmen einer Kommunikationskampagne präsentiert.
        Axpo wird vier Schlüsseltechnologien betrachten: Windenergie, neue Kernkraftwerke, Solarenergie und Gaskraftwerke. Auch Wasserkraft schaut Axpo an, aufgrund des beschränkten Ausbaupotentials aber nicht im gleichen Umfang. Sie alle können einen bedeutenden Beitrag zur Winterstromproduktion leisten, unterscheiden sich aber bei Kosten, Akzeptanz, Winterstromanteil und Ausbaugeschwindigkeit. Zusätzlich wird Axpo Auswirkungen auf Netze, Umwelt und Volkswirtschaft analysieren.
        Auf dieser Basis wird Axpo zwei mögliche Zukunftsszenarien entwickeln – eines mit und eines ohne Kernenergie. Daraus wird Axpo konkrete Empfehlungen ableiten, welche regulatorischen Anpassungen nötig sind, um den Ausbau der jeweiligen Technologien zu ermöglichen.
        Viele Grüsse und alles Gute für die kommenden Festtage

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