Interessanter Beitrag. Ich wollte Maassai zu Massai korrigieren, fragte aber sicherheitshalber noch bei Copilot nach. Antwort: “Maasai” ist die korrekte Schreibweise und bedeutet „Menschen, die die Maa-Sprache sprechen“. “Massai” hingegen ist eine ältere, von britischen Siedlern verbreitete falsche Schreibweise. Reply
Sehr guter Beitrag. Es war klar, dass das Unwesen der ungebremsten Zertifikatsgeschäfte hemmungslos für die eigenen ESG-Zwecke grosser Firmen missbraucht wird. In Kooperation mit lokalen Profiteuren natürlich. Und schliesslich auf Kosten der Schwächsten in bestimmten Regionen – wo niemand so genau hinschaut. Auswüchse der Biden’schen “New Green Deal”- Klimapolitik zu NetZero2050. Reply
Jesus warf die Händler aus dem Tempel, Luther verbannte den Ablasshandel, Wer wirft die CO2-Ablasshändler aus diesem Tempel? Reply
Ich füge meiner Analogie noch bei: Klimaschutz darf keine Handelsware sein respektive zur Alibi-Handelsware pervertieren! Reply
Der Zusatz “Alibi” ist in dieser Analogie extrem wichtig. Denn das beste Rezept der Ökonomen für Klimaschutz – oder sagen wir neutraler: CO2-Reduktion – ist der Handel mit CO2 – aber eben nicht so, wie im Beitrag von Tinu Hostettler dargestellt. Oder “wäre”, müsste man sagen, denn etwas anderes als Alibi-Übungen und kriminelle Umverteilungen scheint es noch nicht zu geben. Doch haben die Ökonomen nie behauptet, ihre Rezepte seien auf einer globalen Basis leicht umzusetzen. Darum werden auch Clublösungen in Betracht gezogen, in denen die Kontrolle möglich sein sollte. Reply
Selbstverständlich ist vieles eine Alibiübung!!! Zitat: “Darum werden auch Clublösungen in Betracht gezogen, in denen die Kontrolle möglich sein sollte.” Die Frage stellt sich: Gibt es verlässliche Kontrollen “JA” oder “Nein” und nicht ob dies “…möglich sein sollte.” Übrigens, was Ökonomen gesagt haben ist Nebensache – im Kontext nämlich, dass ohne verlässliche Kontrollen und Überprüfungen jedes System pervertiert! Beispiel : FINMA – CS (game over) Reply
Was (gute) Ökonomen sagen, ist immer Hauptsache 😉 Verlässliche Kontrollen und Überprüfungen gibt es an sich auf Dauer nur in kompetitiven Systemen. In administrierten Systemen kann man sich fast sicher sein, dass früher oder später die zu Kontrollierrenden oder zu Überprüfenden die Kontrolle über die Kontrollierer oder Überprüfer gewinnen (capture theory… natürlich von Ökonomen!).
In diesem Zusammenhang hat Microsoft gerade eine Vereinbarung mit Exomad Green über die Beseitigung von 1,24 Megatonnen CO2 durch “Biochar ” bekannt gegeben: https://sustainabilitymag.com/articles/microsoft-exomad-green-the-worlds-largest-carbon-removal. Biochar (die gute alte Holzkohle unserer Vorfahren) wird durch die Pyrolyse von Biomasse bei 400-500 °C gewonnen, ein energieintensiver Process. Dann wird es in den Boden versenkt, was ein sehr tiefes, energieintensives Pflügen ist, das mit einer Zerstörung der Bodenstruktur begleitet wird. Es wird behauptet, dass dies die Bodeneigenschaften verbessert, was eine gewisse Bioaktivität voraussetzt, die mit CO2-Emissionen in Verbindung steht. Dies kann als “vorübergehende CO₂-Sequestrierung durch Verlangsamung der natürlichen Zersetzung von Biomasse” bezeichnet werden. Am besten ist es CO2-neutral nachdem viel Energie nutzlos verwendet wird. Die kenianische Savanne ist ein ähnlicher Fall von Nutzlosigkeit, der zudem noch mit einer unangemessenen Bevormundung der dort lebenden Bevölkerungsgruppen verbunden ist. Warum lassen sich Unternehmen der virtuellen digitalen Welt von solchen Fantasien leiten? Um sich als die Vorreiter in der Welt des Guten zu positionieren, indem sie sich das Unerschwingliche leisten? Zu reich werden macht dumm. Reply