Wie steht es um die Zukunft der Kernenergie?

ETH-Professor Prasser im SRF 1 Tagesgespräch (Podcast).
Prasser Tagesgespräch

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5 Kommentare

  • Hanspeter Vogel

    Merkwürdig, dass SRF2 vor einer Woche im Wissenachaftsmagazin etwas anderes erzählte:“Die erneuerbaren Energien sind heute schon sehr viel günsteiger als KKWs….. Es zeichnete sich (schon vor 10 Jahren) ab, dass der Bau neuer KKWs immer teurer wird und dass die erneuerbaren Energien immer billiger werden. Das hat sich seither weiter akzentuiert….Noch vor 11 Jahren hätte kaum jemand gedacht, dass die erneuerbaren Energien so schnell so viel leistungsfähiger werden und vor allem so viel günstiger! Der Trend beim Bau neuer KKWs geht seither nur in eine Richtung: nach unten.“

    Was ist nun wissenschaftlicher beim Deutschweizer Radio: das Tagesgespräch oder das Wissenschaftsmagazin?

  • Natürlich Prasser. Das die erneuerbaren Energien nicht wirklich günstiger geworden sind, sehen wir daran, dass sie nicht immer weniger bezuschusst werden müssen, damit sie überhaupt existieren können. In der relevanten Systembetrachtung, in der intermittierender Strom durch Speicherung „geglättet“ und nachfragegerecht aufbereitet wird, steigen die Kosten stetig an (mit zunehmendem Anteil der intermittierenden Stromerzeugung). Deutschland und Dänemark haben die höchsten Anteile von PV und Wind – und auch den weitaus teuersten Strom.

  • Hanspeter Vogel

    Meine Frage war natürlich rhetorisch gemeint (und ein Seitenhieb gegen die unwissenschaftlichen „Trudi Gerster Sendungen“ des „Wissenschaftsmagazins“ von SRF2.
    Prasser gab übrigens gestern auch der NZZ (Christian Speicher) ein Interview.

  • Philippe Huber

    Leider sind nur alte und fast amortisierte KKW am Strommarkt noch konkurrenzfähig. Die Vorhaben in GB und die sich im Bau befindenden KKW in Frankreich und Finnland beweisen eher, dass Kernenergie kaum noch attraktiv ist. Der Zubau von PV und Windkraftwerken führt auch dazu, dass die KKW nicht mehr zur Deckung der Grundlast benötigt werden. Das ist tragisch für die Befürworter der Kernenergie, aber Realität.

  • Franz-J. Schulte-Wermeling

    @ P. Huber: Ihre Behauptung: „Der Zubau von PV und Windkraftwerken führt auch dazu, dass die KKW nicht mehr zur Deckung der Grundlast benötigt werden.“ gilt nur, solange genug Fossilstrom zur Deckung der Grundlast verfügbar ist. Sie sollten bei Ihrer Argumentation endlich berücksichtigen, dass PV und Wind sich beim heutigen und dem heute absehbaren Stand der Technik hierzulande nur virtuell speichern lässt, indem man den Fossilstrom vorübergehend zurückfährt, wenn die Sonne scheint oder die Winde wehen.

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