Stellungnahme des ECS zur Revision des StromVG

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Stellungnahme-Cover.pngVor kurzem hat der Energie Club Schweiz (ECS) seine Stellungnahme zur Revision des Stromversorgungsgesetz (StromVG) beim Bundesamt für Energie (BFE) e…

Vor kurzem hat der Energie Club Schweiz (ECS) seine Stellungnahme zur Revision des Stromversorgungsgesetz (StromVG) beim Bundesamt für Energie (BFE) eingereicht. Er vertritt die Meinung, dass das aktuell dringendste Problem, nämlich

die Sicherstellung der Stromversorgung der Schweiz im Winter durch die Errichtung einer strategischen Reserve

in der Revision des StromVG am falschen Platz ist. Diese würde so nur auf die lange Bank geschoben. Die bereits bestehenden gesetzlichen Grundlagen ermöglichen ein sofortiges Handeln der Verantwortlichen – ja verlangen gar das dringende Einleiten entsprechender Massnahmen wie die Errichtung einer strategischen Reserve als eine Art Energieversicherung für die Stromversorgung im Winter.

Weiter verlangt der Energie Club Schweiz in seiner Stellungnahme, dass

die Verantwortlichkeiten für die Netzsicherheit klar geregelt

werden. Heute hat die Swissgrid als Betreiberin des Hoch- und Höchstspannungsnetzes zwar die Verantwortung für die Versorgung, aber keine Durchgriffsrechte auf die Verteilnetzebene. Das muss geändert werden, denn Solaranlagen speisen im Verteilnetz ein.

Der Energie Club Schweiz hat sich dazu mit zahlreichen weiteren problematischen Aspekten der Vorlage auseinandergesetzt.

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5 Kommentare

  • Die Verantwortlichkeiten für die Stromversorgung sind seit dem StromVG, also seit 10 Jahren, neu geregelt. Die Branchendokumente, siehe VSE Homepage, regeln die Zuständigkeiten und Schnittstellen zwischen den vielen Akteuren im Strommarkt. ElCom und BFE liefern jährlich Berichte über die Versorgungslage. Die Netzbetreiber, und nicht nur Swissgrid, sind für die Netzsicherheit in der Schweiz verantwortlich. Die Bilanzgruppen und die EVU, also die Marktakteure, für die Stromlieferungen. Fehlt nun das Vertrauen in diesem dezentralen und liberalen Konstrukt? Soll der Markt doch nicht alle Probleme lösen können?

  • Lieber Herr Huber
    Das CCN hat selber (noch) keine Postition bekannt gegeben. Wir kommentieren nicht die ECS-Stellungnahme, erachten sie aber als informativ und interessant.

  • Wortwörtlich: Die Koordination der mit Hilfe grosser Staudämme und zentraler oder dezentraler Verarbeitungseinheiten erfolgenden Stromproduktion sowie auch Importe, erfordern zwangsläufig ein zentralisiertes Netz. D. h. Zurück zu den guten alten Zeiten mit Kernkraftwerken und Monopolisten? Ist das die Vision vom liberalen CCN?

  • Lieber Herr Huber
    Sie müssen einfach lesen, wass im vom Ihnen zitieren Satz aus unserem Manifest steht. Das ist Ihre erste Aufgabe. Sodann müssen Sie sich ins Bild setzen über stabile natürliche Monopole mit hohen irreversiblen Kosten – das sind die so genannten stabilen monopolistischen Bottlenecks (Flaschenhälse). Besitzt ein vertikal integrierten Anbieter einen solchen Flaschenhals, dann ist es aus mit dem Wettbewerb. Egel wie liberal man tickt…
    Auch die liberalsten CCN-ler können nicht die technisch-ökonomischen Sachzwänge ausser Kraft setzen. Sonst würden sie dasselbe tun, was die Verantwortlichen der Energiestrategie 2050 getan haben…. und daran natürlich scheitern werden.

  • Philippe Huber

    wozu braucht es daher den zentralistischen Ansatz beim Netz? Können Sie mir das bitte erklären? . Über die unrealistischen Ziele der Energiestrategie müssen wir hingegen nicht streiten. Da sind wir uns einig. Ein gutes Neues wüsche ich Ihnen!

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