Mills / National Review: The Electric Grid in the Digital Age

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Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

am 31. August dieses Jahres wurde hier der m.E. ausgezeichnete Beitrag von Mark P. Mills mit dem Titel „The New Energy Economy: An Exercise in Magical Thinking“ aufgeschaltet. Das Leserinteresse scheint sich bis heute allerdings in Grenzen zu halten, was vielleicht mit der Länge des Artikels (19 Seiten auf englisch) zu tun haben mag.

Nun hat aber der gleiche Autor in der hiesigen „National Review“ einen nur dreiseitigen Beitrag veroeffentlicht, der in die gleiche Kerbe haut und der vor allem die zentrale Bedeutung einer stabilen Stromversorgung für „digitale“ Volkswirtschaften unterstreicht. Als „Bonus“ folgt noch ein zweiseitiger Beitrag von Alex Epstein, „Energy Means Food and Time“; dieser Autor betont die zentrale Rolle, welche fossile Treibstoffe bei der enormen Expansion der weltweiten Nahrungsmittelproduktion spielten und spielen.

Natürlich verbietet das Copyright eine Aufschaltung einer Kopie dieser Beiträge in unserem Blog. Glücklicherweise erlaubt aber die „National Review“ jeder Leserin und jedem Leser die monatliche Gratislektüre von jeweils drei Beiträgen. Ich freue mich, wenn Sie für die genannten Beiträge davon Gebrauch machen – s. Links unten.

Mit herzlichen Gruesse aus Georgia

M. C.

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Mario Corti

Mario A. Corti ist promovierter Volkswirt (Docteur en droit, mention “economie politique”) der Universität Lausanne. Seine 1971 auf französisch publizierte Dissertation befasste sich mit der Frage, wie die Agrarpolitik der damaligen EWG nach dem bevorstehenden Beitritt Grossbritanniens ausgestaltet werden sollte. 1973 – 1975 studierte er an der Harvard Business School und erwarb dort sein Diplom als MBA.
Beruflich war Corti im privaten und im öffentlichen Sektor tätig. Er begann 1972 bei Kaiser Aluminum & Chemical Corporation in Oakland, Kalifornien. Dieses Unternehmen verliess er Ende 1976, um in die Dienste der Schweizerischen Nationalbank zu treten. 1985 wurde er zum Direktor und Stellvertreter des Vorstehers des III. Departements ernannt. Dieses Departement war für die praktische Durchsetzung der Geldpolitik an den Finanzmärkten zuständig.
Im August 1986 erfolgte die Berufung zum Stellvertreter des Direktors des BAWI (Bundesamt fuer Aussenwirtschaft). Als Delegierter des Bundesrates für Handelsverträge war Corti u.a. für das Dossier “Energie” verantwortlich.
Im Frühjahr 1990 kehrte er zu einer Tätigkeit in der Industrie zurück. Bis März 2001 war er für Nestlé taetig; die ersten fünf Jahre verbrachte er in Glendale, Kalifornien. 1996 wurde Corti zum Finanzchef (CFO) und Mitglied der Generaldirektion von Nestlé ernannt.
Im Frühjahr 2000 war Corti als einfaches Mitglied in den Verwaltungsrat der SAirGroup gewählt worden.  Nach dem sich abzeichnenden Scheitern der “Hunter-Strategie” traten 9 der 10 Mitglieder gestaffelt zurück, und Mario Corti traf einen folgenschweren Entscheid: er stellte sich zur Verfügung, um das in Schieflage geratene Unternehmen zu retten. Erste Erfolge wurden erzielt, doch die Terroranschläge vom 11. September 2001 warfen alle Pläne ueber den Haufen. Die dringend benötigte Bundeshilfe wurde erst gewährt, nachdem der Gruppe Nachlasstundung und Grounding aufgezwungen worden waren. Jahrelange Prozesse folgten. Im Strafverfahren wurde Corti 2007/2008 in sämtlichen Anklagepunkten freigesprochen.
Seit Herbst 2002 lebt Corti wieder in den USA. Er hat dort insgesamt schon mehr als 26 Jahre verbracht. Neben Oekonomie und Geschichte beschäftigt er sich seit langem am liebsten mit Physik. Im Februar 2019 wurde er Mitglied des CCN-Netzwerks.
Mario Corti

4 Kommentare

  • Ich habe den Artikel aufmerksam gelesen – glaube ich jedenfalls.

    was mir als ingenieur hier zu fehlen scheint sind:
    – der unerschütterliche „glaube“ unserer berufssparte daran, dass es für jede herausforderung („problem“ haben uns unsere marketiers aus dem hirn geprügelt!!) eine lösung geben wird und
    – die kritische auseinandersetzung mit themen wie kleinräumigeren und trotzdem weltumspanenden netzen, bidirektionalen netzen, intelligenten netzsteuerungen (routing) und dezentralisierung von netzintelligenz und speichermöglichkeiten in clouds und auf lokalen entitäten
    würde man das alles tun mit einem tatsächlichen intensiven vergleich mit den weltumspannenden kommunikationsnetzen tun, würde man von einem analogon zum nächsten kommen und sehr viele ansätze und lösungsoptionen abschauen können.

    ebenfalls als ingenieur sehe ich eigentlich die vielen grautöne zwischen b&w !
    wir in der telekommunikation nutzen lokale, zentrale, cloudbasierte, dezentrale architkturen und applikationen alle gleichzeitig – so wie es uns gefällt und wie es gerade sinnvoll ist…
    die silver bullet ist ein hirgespinst – und deshalb darf man auch nicht so tun oder so diskutieren als gäbe es sie!
    dass das nicht einfach ist…?
    ja klar ist das nicht einfach !
    deshalb ist ein ingenieur studiengang auch immer schwerer als ein sowi/pipi/blabla studium !
    wenn es einfach wäre würde es ja auch jeder machen !
    😉

  • Lieber Herr Lindner, falls sie der sind, den ich meine: Wir könnten auch ganz gut noch ein paar Telekomingenieure in unserem Netzwerk brauchen…:)

  • …das bin ich.
    Ich bin für das Netzwerk zu grau…eben nicht nur schwarz oder weiss?

  • Naja, es meint wohl jeder von anderen, dieser sei einfältig.. .und er selber vielfältig. Aber ok… gesundes Selbstvertrauen ist eben gesund… 😉

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