Klimadebatte: Alarmismus auf Grund irreführender Daten VI

Klimadebatte: Kritik der CO2-Theorie
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Dipl. Ing. ETH Ferruccio Ferroni zur Klimadebatte​​: CO2-Fehlalarm

Dipl. Ing. ETH Ferruccio Ferroni zur Klimadebatte​

FALSE ALARM: THE RISE AND FALL OF THE CARBON DIOXIDE THEORY OF CLIMATE CHANGE, REX J. FLEMING[1]

Einführung

In unserem Beitrag III haben wir das E-Buch von Dr.Nakamura „Confessions of a climate scientist – The global Warming Hypothesis is an unproven Hypothesis” erwähnt, in welchem er als Insider zeigt, dass die Behauptungen der Mainstream-Klimatologen falsch sind.

Kürzlich ist ein neues Buch, ebenfalls von einem Insider, erschienen, «FALSE ALARM – THE RISE AND FALL OF THE CARBON DIOXIDE THEORY OF CLIMATE CHANGE». Der Autor, Rex J. Fleming, greift das IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) an, dessen Behauptung CO2 sei hauptsächlich für die globale Klimaerwärmung verantwortlich, sei ein betrügerischer Fehlalarm.

Rex J. Fleming hat einen M.S. und PhD in Atmosphärenphysik der Universität von Michigan. Sein Doktorvater war Prof. Aksel C. Wiin-Nielsen, der mehr als 100 wissenschaftliche   Artikel und verschiedene Fachbücher publizierte. Zwischen 1980 bis Ende 1983 war Wiin-Nielsen Generalsekretär der WMO (World Meteorological Organization). Sein Mandat wurde dann nicht mehr erneuert, weil er sich gegen die These wandte, das CO2 sei die Hauptursache der Klimaerwärmung.

Dr. Fleming war während 30 Jahren als Wissenschafter bei der NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration) tätig. NOAA ist die Wetter- und Ozeanografie-Behörde der Vereinigten Staaten. Sie hat die nationalen Ozean- und Atmosphärendienste zu koordinieren. Während dieser Zeit hat er die offizielle These der US-Regierung mitgetragen, dass menschliche Aktivität die Klimaerwärmung verursache. Vor 15 Jahren hat er aber die NOAA verlassen, um als Unabhängiger Klima-Forschung zu betreiben und Messinstrumente für die Atmosphäre zu entwickeln.

Als Insider kennt Dr. Fleming die Methoden der Mainstream-Klimatologen. Um Forschungsgelder zu erhalten, muss man nach den verkürzten Aussagen von Dr. Stephen Schneider (Hauptautor des dritten IPCC-Sachstandberichts 2001) folgendes tun: «Einerseits sind wir als Wissenschaftler an die wissenschaftliche Methode gebunden, d.h. wir versprechen, die ganze Wahrheit zu sagen. Andererseits sind wir auch Menschen. Wir brauchen breitangelegte Unterstützung, um die öffentliche Aufmerksamkeit zu erregen. Das bedeutet natürlich, überall in den Medien zu sein. Wir müssen ein paar beängstigende Szenarien auftischen, vereinfachende dramatische Erklärungen abgeben und eigene Zweifel, die man hat, möglichst verschweigen. Jeder von uns muss selbst entscheiden, das richtige Gleichgewicht zwischen Wirksamkeit und Ehrlichkeit zu finden».

Es gibt viele Beispiele von katastrophalen Prognosen seitens der Mainstream- Klimatologen die nicht eingetroffen sind. Mit dem sogenannten „Klimagate“ wurden die korrupten Methoden der Mainstream-Klimatologen publik.[2]

Ein typisches Beispiel für die Korruption ist das sog. Hockeyschläger-Diagramm von Prof. Michael Mann (IPCC-Bericht 2001). Darin war die Mittelalterliche Warmzeit plötzlich verschwunden. Die Grafik stellte in den letzten 1000 Jahren eine beinah flache und stabile Temperaturkurve dar mit einer einzigen grossen Abweichung: dem drastischen Temperatur-Anstieg während des 20. Jahrhunderts. Die Figur ähnelte einem Hockeyschläger. Seit dem Beginn der Anwendung der fossilen Brennstoffe um 1850 erhöhte sich die CO2-Konzentration und zur gleichen Zeit stieg die Global-Temperatur um 0,8 °C. Prof. Mann und IPCC konstruierten aus dieser Gleichzeitigkeit ein kausalen Verhältnis. Auch Al Gore hat das Hockeyschläger-Diagramm in seinem Film verwendet, um die Klima-Katastrophe visuell darzustellen.

Viele Klimatologen waren mit den Thesen, die mit dem Hockeyschläger-Diagramm visualisiert wurden, nicht einverstanden[3]. Unter anderen war es vor allem Dr. Tim Ball, der Prof. Mann widersprach. Dagegen wehrte sich Prof. Mann 2011 gerichtlich. An der entscheidenden Gerichtsverhandlung in Kanada war aber Prof. Mann nicht in der Lage, seine Thesen mit den nötigen Messdaten zu begründen. Das Gericht hat dann im August 2019 die Klage abgewiesen. Die Kosten des Verfahrens in Millionenhöhe hatte allein der Kläger Mann zu tragen. Zu bemerken ist, dass auch gegen die Mainstream- Klimatologen oder Institutionen wie z.B. die NASA Klagen erhoben worden sind. Die Gerichtsverhandlungen sind noch im Gang, dauern aber sehr lang.

Obwohl Dr. Fleming viele Schwindel der Mainstream-Klimatologen kennt, bleibt er in seinem Buch immer korrekt und vermeidet jegliche ad hominem Angriffe. Demzufolge stellt das Buch eine optimale Zusammenfassung des heutigen Standes der Klimawissenschaft dar. An dieser Stelle möchten wir lediglich das Kapitel über Aufstieg und Fall der IPCC-These zusammenfassen. Danach werden wir auf drei schlagende Argumente eingehen, mit denen Dr. Fleming die Theorien der IPCC zu Fall bringt.

Aufstieg und Fall der IPCC-These

Dr. Fleming unterscheidet zwischen drei Phasen.

Wie fragwürdig die Wissenschaftlichkeit bei der IPCC-These in der ersten Phase war, zeigt die Debatte über die Rolle der Treibhausgase bei der Begründung des IPCC im Jahre 1988. Man wollte ursprünglich den Begriff “Treibhaus” vermeiden. In einem Treibhaus wird die Luft wärmer, weil die Luft wegen eines Daches nicht entweichen kann und damit einen Kühlungseffekt durch einen natürlichen Luftaustausch unterbindet. Im Unterschied dazu hat die Atmosphäre kein Dach und ist nach oben offen. In der endgültigen Beschreibung der Aufgaben des IPCC ist aber der Begriff “Treibhaus” geblieben. Darin steht, dass «der grösste Teil des beobachteten Anstiegs der globalen Durchschnittstemperaturen seit Mitte des 20. Jahrhundert sehr wahrscheinlich auf Grund der beobachteten Zunahme anthropogener Treibhauskonzentrationen erfolgt ist». Weil der Vergleich mit einem Treibhaus von Anfang an falsch war, wandten sich MIT Atmosphärenphysiker Prof. Richard S. Lindzen, Prof. Patrick Michaels und Prof. Askel C. Wiin-Nielsen gegen diese Theorie. Sie wurden aber von den Medien und von der regierenden wissenschaftlichen Elite umgehend als “Denier”, d.h. als “Klimaleugner” gebrandmarkt. Auch Galileo war ein Leugner!

In der zweiten Phase wurde die Debatte um die Ursachen des Klimawandels immer mehr verpolitisiert. Der Einfluss der Politiker – besonders linker Politiker – und der wachsenden grünen Lobbies wurde immer grösser. An den technischen Grundlagen mit deren Unsicherheiten – normaler Bestandteil der Wissenschaft – als Folge von ungenügenden Messdaten und Modellierungen änderte sich nicht viel. Hingegen wurden in den “Summaries for Policymaker” die Unsicherheiten ausgeblendet und in Richtung «Katastrophe» umgedeutet. Im Jahre 1995 wurde ein Grundlagenpapier für die “Summary for Policymakers” so verändert, dass die Hauptverantwortung für die Klimaveränderung mit Sicherheit menschliche Aktivitäten zugerechnet wurde. Danach verbreitete die IPCC immer apokalyptischere Szenarien. So schreibt z.B. Sir J. Houghton, Co. Chairman des IPCC: “Solange wir keine Katastrophe ankündigen, wird keiner zuhören”. Auch J. Hansen sagte im Jahre 1998, in den nächsten 25 Jahren sei eine Temperaturerhöhung um 1,1 bis 2,2°C zu erwarten. Diese 25 Jahre sind bald vorbei, und die Prognose wird aufgrund des zu erwartenden Grand Solar Minimum sicher nicht eintreffen.

In dieser Phase hat eine Gruppe von Wissenschaftler – unter der Leitung von S. Fred Singer und Craig Idso – im Jahr 2003 die NIPCC (Nongovermental International Panel on Climate Change) ins Leben gerufen. Sie sollte das Gegengewicht gegen IPCC bilden. Sie setzte sich zum Ziel, alle wissenschaftlichen Klimadaten zu überprüfen, ohne Voreingenommenheit und ohne willkürliche Vorauswahl. Das Resultat dieser Überprüfung ist im Klimabericht der NIPCC im Jahre 2009 mit dem Titel “Climate Change Reconsidered” erschienen (The Heartland Institute, 856 Seiten). Die Hauptschlussfolgerung des NIPCC-Berichtes ist, dass der Anstieg des Kohlendioxids nicht für die derzeitige Erwärmung verantwortlich ist. Um die Verpolitisierung der Debatte zu vermeiden, wurde eine Petition an die U.S.-Regierung eingereicht, die von 31’478 U.S.-Bürgern mit wissenschaftlicher Ausbildung unterschrieben war. Im Jahr 2004 wurde die “Copenhagen Consensus”-Kommission gegründet, die unter der Leitung von Bjorn Lomborg weltbekannte Wirtschaftswissenschafter vereint. Sie wehrte sich damals dagegen, knappe Finanzmittel prioritär für Klimaprojekte einzusetzen und hatte damals Epidemien als grosses Risiko eingestuft. Das Resultat aller seriösen wissenschaftlichen Überprüfungen sowohl in den USA als auch in Europa hat sicher dazu beigetragen, dass die US-Regierung das Kyoto-Protokoll (Verpflichtung zur Reduktion der Treibhausgas-Emissionen) nie ratifiziert hat.

In der dritten Phase sind weitere Wissenszweige (Astrophysik und Astronomie) in die Diskussion um den Klimawandel eingetreten. Damit erfolgte die dringend notwendige Erweiterung der Blickrichtung über das bloss Irdische hinaus. Der Gerechtigkeit halber muss erwähnt werden, dass das IPCC die Aufgabe erhalten hatte, nur jene Risiken für das Klima zu untersuchen, die allenfalls von menschlichen Aktivitäten stammen.

Für das globale Klima spielen die Interaktionen zwischen drei Faktoren eine wichtige Rolle:

  • Die Bewegung der Sonne in Bezug zu den Planeten Saturn, Neptun, Uranus und Jupiter
  • Die Sonnenaktivität sowie das Magnetfeld der Sonne
  • Die Intensität der kosmischen Strahlen, die im Moment im Zunehmen begriffen ist

Solche Interaktionen sind für den Laien schwer verständlich, und von der Forschung auf diesen Gebieten ist noch vieles zu erwarten. Rex Fleming vertritt die Meinung, dass die Sonne selber, das Sonnensystem und die kosmischen Strahlen hauptverantwortlich für alle Klimavariationen in der Vergangenheit der letzten Jahrtausende und der Gegenwart sind. Diese These ist wissenschaftlich begründbar. Es wird unsere Aufgabe sein, sie so geschickt zu “übersetzen”, damit sie allgemein verständlich wird.

Zusammenfassung der wichtigsten Argumente von Rex J. Fleming gegen die IPCC-Hypothese

Rex J. Fleming wendet sich in seinem Buch sehr detailliert gegen die Hauptthese des IPCC, nach der der Mensch für die Entwicklung des globalen Klima verantwortlich sei. Kurz zusammengefasst geht es um folgende Punkte:

  • Historisch lässt sich keine Korrelation zwischen CO2-Konzentration und Schwankungen der Globaltemperatur nachweisen
  • Alle IPCC-Klimamodelle gehen von einer, verglichen mit den effektiv gemessenen Temperaturen zu hohen Globaltemperatur aus (siehe unser Beitrag II: “Können Klimamodelle die zukünftige Erdtemperatur prognostizieren?”)
  • Fleming geht beim System von Atmosphäre und Erdoberfläche von anderen Grundtatsachen aus. Er spricht nicht von “Treibhaus”, sondern von “Decke” und kommt bei seinen Berechnungen zu anderen Schlussfolgerungen als das IPCC.

Fazit

Das rezensierte Buch stellt eine höchst instruktive und vollständige Darstellung der neuesten Klimawissenschaft dar. Dabei zeigt sich: Weil das IPCC nicht die Aufgabe hatte, das Sonnensystem und den Kosmos mit einzubeziehen, ergibt sich ein falsches Bild. Dr. Fleming ist sich mit vielen Wissenschaftlern darin einig, dass die Klima-Variabilität vom Sonnensystem und Kosmos abhängig ist. Die entsprechenden Untersuchungen weisen nach, dass diese nicht linear, stochastisch und signifikant sind. Unserer Gesellschaft verbleibt daher nur die Möglichkeit, sich an diese Variabilität anzupassen und Schutzmassnahmen gegen Naturkatastrophen zu ergreifen. Das hat sie auch früher immer und zunehmend besser gemacht. Die Rolle des CO2 bleibt unbedeutend. Ich stand in Kontakt mit Prof. Fred S. Singer (er ist am 6.4.2020 gestorben). Seine Forschungen und die Position unseres NIPCC-Berichtes kommen zur Schlussfolgerung: “Die Natur, nicht menschliche Aktivität, bestimmt das Klima”. Zum heutigen Zeitpunkt können aber viel umfassendere Aussagen über die “Natur” gemacht werden.

Das Buch von Dr. Fleming geht auch auf die Thesen jener Wissenschaftler ein, die ein Ende der Klimaerwärmung und einen Übergang zu einer Periode der Klimaabkühlung prognostizieren. Eine solche Kaltzeit wäre für unsere Gesellschaft schwieriger zu meistern als die Warmzeit. Zu den heutigen Risiken von Epidemien und dem möglichen Blackout bei der Stromversorgung kämen wegen Ernteausfällen noch Hungersnöte[4] hinzu.

In Zukunft werden wir die Frühindikatoren für die Klimakühlung – unter anderen auch die Trockenheit – weiter untersuchen.

F.Ferroni, Dipl. Ing. ETH

Präsident NIPCC-SUISSE

[1] REX J. FLEMING, FALSE ALARM: THE RISE AND FALL OF THE CARBON DIOXIDE THEORY OF CLIMATE CHANGE, History Publishing Company LLC, 2020, 265 Pages

[2] In einem Leitartikel der „Washington Times“ mit dem Titel „Die Vertuschung der globalen Abkühlung“ ist festgehalten: „Die Klimagate-Enthüllungen haben einen beispiellosen koordinierten Versuch von Akademikern aufgedeckt, Forschungsergebnisse für politische Zwecke zu verzerren.“

[3] vgl. u.a.

  • W.Montford ”The Hockey Stick Illusion: Climategate and the Corruption of Science”
  • Donna Laframboise “ The delinquent teenager-who was mistaken for the world’s top climate expert”

[4] Marusek, J. A., 2010: A Chronological Listing of Early Weather Events, 7th edition; 1411 pages (http://www.breadandbutterscience.com/Weather.pdf)

1 Kommentar

  • Louis Odermatt

    Eine sehr schöne und unabhängige Zusammenfassung modernster Klimaforschungsergebnisse, die uns von Politik, Wissenschaft und Medien seit geraumer Zeit nahezu 100%ig verschwiegen werden. Und auch ein schönes Beispiel für einen unabhängigen Geist. Herr Ferroni war in seiner aktiven Berufszeit engagierter und hervorragender Wissenschafter und Ingenieur in der Atomkraft. Obschon sich viele Berufsleute der Kernenergie heute mit dem IPCC-Ergebnissen liebäugeln, um die Kernenergie als grüne CO2-freie Zukunftsenergie darzustellen (was sie ja auch 100% ist !!!), folgt Ferroni als kritischer Geist seiner klaren Einschätzung der Fakten und der politisch-medialen Verhältnisse: Die Klimawissenschaften kümmern sich heute im hohen Masse um das Geld aus dem Staatssäckel und ihrer Publizität in den Medien. Monetäre Wissenschaftsunterstützung solcher Klima-Lehrstühle an den Hochschulen bringen fast nur noch IPCC- und Politik-konforme Ergebnisse. Leider muss man sagen ist die internationale Klimawissenschaft in hohem Mass durch Politik (Geld) &Medien (Publizität) korrumpiert.

    Trotz seiner eindeutigen Kritik an der einseitigen Ergebnisermittlung und der fragwürdigen Methoden heutiger Klimawissenschaft ist F. Ferroni klar weiterhin für die „nachhaltige“ (ich hasse diese verkommene Worthülse mittlerweile) Kernenergie, denn die kernenergie hat viel mehr ökologische Vorteile zu bieten als NUR ihre weitgehende CO2-Freiheit:

    –> Hohe Energiedichte auf kleinstem Raum
    –> optischer Heimatschutz anstelle von unmässig grossflächigen Solar- und Windkraftfeldern
    –> Einfache Netzanbindung statt hochkomplexer, kleinmaschiger und damit anfälliger Netzwerkstrukturen
    –> keine unlösbaren Speicherprobleme von Sommerstrom –> in den Winter
    –> Stabile, robuste Grundversorgung während des ganzen Jahres, vorallem im Winter, gerade weil in den Nachbarländern die Stromversorgungssituation zunehmend unter Druck kommt. (Verzicht auf Atom- und Kohle-Grosskraftwerke)
    –> Reversible Konzentration und Handling von Reststoffen anstatt irreversibler Dissipation in die Umwelt

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