Der geheiligte diffuse Volkswille

Volksabstimmung

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Rentsch Hans
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1 Kommentar

  • Hanspeter Vogel

    Goldrichtig! Das hat es schon immer gegeben, auch bezüglich dem Zustandekommen von Referenden und Initiativen. So kam z.B das NEAT-Referendum dank an Bauerndemonstrationen gesammelter Unterschriften zustande.
    An sich ist es erstaunlich, dass die Bundekanzlei bei der Festlegung der an den vier jährlichen Terminen zur Abstimmung kommenden Vorlagen nicht auf diese Zusammenhänge achtet. Meines Erachtens wäre es ihre Aufgabe, dafür zu sorgen, dass der Volkswille bei jeder Vorlage möglichst unverfälscht zur Geltung kommt.

    Bezüglich der ex post Analysen der Beweggründe der Stimmbürger kommt mir immer Friedrich Dürrenmatts Bemerkung zu den Literaturkritikern in den Sinn: er amüsiere sich immer köstlich über all das, was diese in seine Sätze und Werke hineininterpretierten, Sachen an die er nicht im Traum gedacht habe!

    Bezüglich Vokswillen: es gab immer Bürger, die sich lieber in der Beiz, im Kegelclub oder beim Coiffeur informierten als im Abstimmungsbüchlein. Mein Grossvater erzählte, bei ihnen habe der Pfarrer von der Kanzel herunter gepredigt, was gute Christen stimmen müssten, worauf sich alle Kirchgänger gemeinsam ins Abstimmungslokal begeben hätten.
    Damit konnte die Schweiz leben. Bis das Internet kam, mit seinen Algorithmen, die dem Leser primär das zeigen, was er gerne hört. Meinungsvielfalt ade! Zudem kann heute jeder Geheimdienst und jede ausländische NGO unter helveto-helvetischen Pseudonymen (von Aedu bis Zarli) oder über bestochene Influenzer in Abstimmungs- und Wahlkämpfe eingreifen. Dieser neuen Dimension müsste man mehr Beachtung schenken.

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