Der CO2-Sauger von Hinwil

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Hirnrisswil2.pngMit dem CO2-Fänger in Hinwil hat die schweizerische Energieforschung einen lamentablen Tiefpunkt erreicht.Es kann nicht sein, dass ein Kernstück der g…

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Mit dem CO2-Fänger in Hinwil hat die schweizerische Energieforschung einen lamentablen Tiefpunkt erreicht.
Es kann nicht sein, dass ein Kernstück der gewählten Energiestrategie die Effizienzsteigerung sei, und dann geht man hin und erfindet eine Maschine die am Ort der grössten Verdünnung von CO2, nämlich in der Atmosphäre, dieses herausfiltern will. Kohlendioxid kann man bei Bedarf an jedem Schornstein und jedem Auspuff in rund tausendfacher Konzentration herausfiltern. Und damit ist dann immer noch nicht geklärt was man anschliessend damit anfangen soll.
Dekarbonisierung ist sinnvoll. Da ist bei der Wahl der Ressourcen und am Ort der Energieumwandlung anzusetzen. Das ist die echte Herausforderung. Aber unter Energieaufwand am Ort der grössten Verdünnung ein Gas auszufiltern ist eine Engineeringsünde ersten Ranges. Das ist wie Wasser, gleich neben einem Fluss, aus der Luft zu gewinnen. Machbar wäre das auch, macht aber keinen Sinn. Hier wurde vergessen, die Sinnfrage zu stellen.
Dass eine solche Fehlentwicklung von den Auguren der ETH und allen Innovationsförderern übersehen wurde, ist schwer verständlich. Zu allem Fremdschämen wird das Projekt vom Bund als Leuchtturmprojekt gefördert. Wenn es schliesslich in sämtlichen Medien noch kritiklos bejubelt wird, dann liegt der Verdacht auf ideologische Verblendung nahe.
Es ist nicht populär auf den Kaiser zu zeigen, dass er nackt sei. Es kann nur ein Kombination von Aktionismus, Unwissenheit, Unsicherheit sowie Beseeltheit „etwas Gutes tun zu wollen“ sein, das solche Fehlleistungen möglich macht. Dem Treiben ist Einhalt zu gebieten. Wir müssen uns wieder auf unser Ingenieurkönnen besinnen. Die vergeudeten Steuergelder sind noch das Geringste. Fataler ist den Ruf unserer Ingenieure aufs Spiel zu setzen und den Forschungsplatz Schweiz der Lächerlichkeit preiszugeben.

Lesen Sie dazu auch meinen früheren Beitrag: Vor lauter Klimaschutz die Natur vergessen.

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