Auf ein gutes neues Jahr!

Die sozialen Medien sind Segen und Fluch zugleich. Wir haben aber die Fähigkeit sie sinnvoll zu nutzen.
2021

Kein Jahresrückblick wird darum herumkommen, auf die Auswirkung eines unsichtbaren Virus’ hinzuweisen. Wie wir die Pandemie meistern werden, wird noch zahllose Debatten befeuern, von wissenschaftlich hochstehenden Diskussionen über interessengetriebene Streitgespräche bis hin zur billigen Polemik, dargeboten in den öffentlich-rechtlichen Medien, den privaten Printmedien, aber immer mehr an den digitalen Stammtischen  von Facebook, Twitter und Co. Und das bringt uns auf das eigentliche Thema. 

Die digitalen (sozialen) Medien werden auf unsere Gesellschaft einen wesentlich grösseren und nachhaltigeren Einfluss haben als Covid. Vakzine werden das Virus früher oder später eindämmen. Die digitalen Medien werden jedoch bleiben, ihr Einfluss wird noch zunehmen. 

In den digitalen Foren ist das Motiv oft nicht mehr der Gedankenaustausch zum gegenseitigen Kenntnisgewinn, sondern Rechthaben und Fertigmachen des anders Denkenden. Wer seinen Intellekt schonen will, könnte auf solche Tummelfelder geistiger Umweltverschmutzung verzichten.

Und doch wird kaum jemand auf die digitalen Medien völlig verzichten wollen. Sie verbreiten Ereignisse jeglicher Art, schlechte oder gute, wichtige oder banale, schnell, direkt und meistens ungefiltert. Sie sind die Buschtrommeln und Gerüchteküchen von heute. Und deshalb eigentlich gar nichts Neues. Die Information, die auf einen eintrommelt, ist intensiver geworden, aber wohl kaum gehaltvoller. Unakzeptable Äusserungen im Stammlokal endeten früher vielleicht in einem Rauswurf, heute im Netz mit einem Shitstorm. Wir müssen einfach noch lernen, zivilisiert damit umzugehen. Bei allen Risiken und Nebenwirkungen bringen die digitalen Medien aber auch Vorteile: Sie brechen Monopole. Die Macht der traditionellen Medien ist nicht mehr unbestritten. Von Machthabern und Autokraten werden die digitalen Medien deshalb gefürchtet. Jüngstes Beispiel ist Weissrussland. 

Wir haben das Carnot-Cournot-Netzwerk (CCN) vor vier Jahren aus der Taufe gehoben vor dem Hintergrund, dass die zunehmende und heute leicht zugängliche Datenflut jedermann ermöglicht, sich sein eigenes Wissen zu beliebigen Themen anzueignen und sich seine eigene Meinung zu bilden. In diesem Umfeld kommt der unabhängigen kritischen Analyse grösste Bedeutung zu.

Unser Netzwerk vereint unabhängige Persönlichkeiten, die keine Partikularinteressen zu vertreten haben und deren Expertise auf langjähriger Erfahrung in führenden Positionen in Wissenschaft, Wirtschaft und weiteren Institutionen im In- und Ausland basiert. Wir leiten daraus den Anspruch des CCN auf Urteilsfähigkeit für das technisch Machbare und das wirtschaftlich Sinnvolle ab. 

Ein Blick in unsere Mitgliederliste verrät, dass das CCN sein Potential noch lange nicht ausschöpft. Lassen doch auch Sie ihr Wissen und Expertise zu brennenden Themen einfliessen. Als Mitglied sind Sie herzlich eingeladen, ihre fundierte Meinung kund zu tun. Unser Blog soll ein qualifiziertes Forum sein. Wir schätzen die kritische Stellungnahme und die stichhaltige Argumentation. 

Aufgrund der Erfahrungen aus den bisherigen Themen-Apéros sind wir überzeugt, dass aus den Reihen unserer Mitglieder Voten zu erwarten sind, die auch in einer breiteren Öffentlichkeit Aufmerksamkeit verdienen. 

In diesem Sinne freuen wir uns weiterhin auf den digitalen und hoffentlich bald wieder persönlichen Kontakt und Austausch mit Ihnen. Wir wünschen Ihnen und ihren Angehörigen schöne Festtage und ein gutes neues Jahr in bester Gesundheit.

Der Präsident, Emanuel Höhener           Der Vizepräsident, Markus O. Häring

Häring Markus
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