Markus, Hervorragend, Dein Nachtrag. Nicht nur die für sich selber sprechenden Bilder der Sattellitendaten, sondern besonders auch Dein Kommentar im letzten Abschnitt. Aus eigener Erfahrung kenne ich die Problematik der Simulation von thermischen- strömungstechnischen- und hochgradig nichtlinearen Vorgängen (in meinem Fall kam noch dazu, dass nichtstatonäre Zustände zu simulieren waren). Wenn solche Modelle nicht schrittweise und relativ eng durch Messungen kalibriert werden können, sind besonders Prognosen in die Zukunft – d.h. Extrapolationen – eine sehr gewagte Angelegenheit. Je weiter man sich von gesicherten Messungen entfernt, desto grösser die anzunehmenden Streubereiche. Solche Prognosen enden sehr schnell in Bereichen der totalen Unschärfe. Reply
“Zum Beispiel, dass durch das Abschmelzen der Grönlandgletscher, so viel kaltes aber leichtes Frischwasser in den Atlantik gelangt, dass das warme jedoch salzhaltige und entsprechend schwerere Wasser des Golfstroms in die Tiefe oder südlich abgedrängt wird. Das ist alles denkbar und nachvollziehbar. Der Haken ist nur, dass …” … eben der Zeitpunkt für den Eintritt dieses Falles noch nicht genau bestimmt werden kann. Soweit in der Vergangenheit erkennbar, ist dieser Fall schon mehrmals eingetreten. Das im Zuge der Erderwärmung Eis (z.B. Grönlandeis) schmilzt ist auf jeden Fall erkennbar. Wann die Schmelzwassermenge so groß wird, das das Zusammenbrechen des Golfstroms eintritt, ist noch nicht bekannt (und hat auch Unsicherheiten) – und diese Unkenntnis wird nicht bestritten. Das z.B. ein Vulkan hin und wieder ausbricht ist bekannt – und doch siedeln viele in einem möglichen Schadensgebiet, z.B. Neapel. Vielleicht gehörst Du auch zu denjenigen, die aus dem 10. Stock springen und bis zum 1. Stock sagen: Mir ist bis jetzt nicht passiert, warum soll beim Rest mir was passieren. Reply
Einen unzureichenden Auszug zu machen, um irgendwelchen Unsinn zu beweisen, halte ich für schäbig. Reply
Die Analogie mit dem Sprung aus dem 10. Stock wird immer wieder gebracht, wenn es darum geht, mittels Schwarz-Weiss-Denken zu argumentieren und Opportunitätskosten auszublenden. Man könnte die Geschichte auch so erzählen: “Am besten bauen wir keine Häuser, denn man könnte aus dem 10 Stock fallen”. Reply
Die Geschichte à la Niffenegger ist bei aller Absurdität sogar noch irgendwie vernünftig, denn an der Gravitation ist ja kaum ernsthaft zu zweifeln. Aber wir brauchen nun mal Häuser – auch hohe und sehr hohe. Und wir brauchen Energie, sehr viel Energie und immer mehr davon. Aber diese ist auf der Welt noch nicht – und noch lange nicht – CO2-frei zu haben. Versuchen wir es mit Verzicht, dann begeht die Welt Selbstmord um einem alles andere als sicheren Totschlag zu entkommen… Ebel meint: “Vielleicht gehörst Du auch zu denjenigen, die aus dem 10. Stock springen und bis zum 1. Stock sagen: Mir ist bis jetzt nicht passiert, warum soll beim Rest mir was passieren.” Diese Gruppe dürfte sehr, sehr wenig Mitglieder haben. Reply
Geschätzter Herr Saurer Meinen Beitrag meinte ich ironisch. Eben gerade in Ihrem Sinne und als Gegenargument gegen die Zehnter-Stock-Analogie. Werde das nächste Mal etwas klarer/ausführlicher kommentieren…. Mit besten Grüssen Reply
“Diese Gruppe dürfte sehr, sehr wenig Mitglieder haben.” Aber unter der Gruppe der Klimaleugner offensichtlich Viele. Wenn gezeigt wird, das bei bestimmten Umständen der Golfstrom kippt und gesagt wird, das sei Unsinn, weil der Golfstrom ja existiert, dann ist das ein Witz. Reply
Ich empfehle mal zu lesen: Pettenkofer, Koch und Cholera: https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/seuchenschutz-cholera-pettenkofer-bayern-1.4975723 Da ist die Problematik des Umweltschutzes vor 150 Jahren genannt und da gab es Leugner wissenschaftlicher Erkenntnisse. Auch die Problematik der Erscheinungen des Einzelfall bei gesicherten wissenschaftlichen Grundlagen ist da zu erkennen. Reply