Bullish für Solar

In Ergänzung zu seiner kritischen Analyse der Windenergie begeistert sich Roger Pielke Jr. für die Solarenergie. Die zahlreichen Kommentare teilen nicht alle diesen Optimismus, darunter auch mein Kommentar, den ich nachstehend wiedergebe.

Bullish on Solar by Roger Pielke Jr.

Why solar energy has a bright future

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Mein Kommentar:

Coming late to the party and overwhelmed by all the comments that mitigate Roger’s enthusiasm, I would like to spell a few “implacable laws” that complement the mentioned “Iron law of climate policy”.

Beyond the imperative never to contradict the principles of thermodynamics, the energy sector must obey some laws.

All of these have huge economic consequences (doubling costs and multiplying badly used investments) that the PV and wind enthusiasts tend to neglect or dismiss.

A. Electricity generation is not electricity supply.

Whatever the method of production — continuous or intermittent — the consumer must be supplied with electricity without interruption.

It follows that intermittent production is not able to ensure supply.

B. Electricity cannot be stored in quantity.

Production must correspond exactly to the instantaneous demand.

To build up a reserve, electricity must be converted into an energy vector of a different nature, and then reinstated in the reverse direction. Losses occur at each of these stages, and the network must carry a multiplied amount of traffic.

C. The law of intermittency load factor.

The load factor CF is the average utilisation rate of the nominal capacity of a facility over a given period, usually one year. A CF of 30% is not realistic, even in Rajasthan or Arizona. In Germany, a costly PV champion, it’s only 11%. For solar, the difference of daily insolation between Summer and Winter exacerbates this issue.

Any activity consisting of using a resource that is obtained intermittently
– will only have a load factor lower than that of the intermittent source,
– will have to operate synchronously with the instantaneous variations of the source,
– and must have at least the same rated power as the source.

This means, for example, that the peak production of the 2.25 GW Rajasthan plant must be absorbed by a storage facility (batteries or pump-storage), and that transport lines must also meet this power.

D. The negative law of intermittent sources.

When any proportion of an intermittent production is added to a system that must operate without interruption, it destabilizes the system and increases its costs.

E. An additional factor in relation with wind or solar must also be considered: the huge territory they are taking hostage to produce such diluted energy.

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4 thoughts on “Bullish für Solar”

  1. Existenz der Wasserkraft widerlegt sämtliche Argumente!
    A) Gerade die Schweiz hat mit ihrer weit reichenden Wasserkraft sowohl im Speicher- wie im Pumpkraftbereich beste Voraussetzung, den Nachteil der Solarkraft auszubügeln!
    B) siehe A) – immerhin versorgen die CH-Speicherseen die Schweiz rund 1,5 Monate mit Strom – zudem sind neue Speichertechnologien weit fortgeschritten und immer billiger.
    C) Wirkungsgrad ist eben gerade nicht der entscheidende Faktor – 11% heisst zwar umgerechnet rund 2h Volllast-Produktion der Solaranlage – aber die Sonne scheint mehr oder weniger 12h pro Tag. Also wird die ganze Zeit über Strom produziert, nur mal mehr, mal weniger.
    D) System-Destabilisierung durch Solarenergie wurde bislang noch kaum festgestellt. Gegenmassnahmen sind in Zukunft selbstverständlich möglich.
    E) Dach- und Fassadenflächen genügen in der Schweiz, um Gesamtbedarf zu decken – Potential längst nicht ausgeschöpft. In anderen Gegenden ist die Freifläche vorhanden!

    1. Können Sie oder wollen Sie nicht verstehen?
      Wasserkraft hat mit dem kaum zu tun, kann aber ein wenig helfen.
      Wenn XX GW PV mittags eingeleitet werden (und kaum genutzt werden), sind XX GW an Aufnahmeleistung durch Pumpen, Batterien oder andere magische Vorrichtungen erforderlich.
      Ausserdem darf der Speicher zu diesem Zeitpunkt nicht voll sein.
      Die installierte Pumpspeicherleistung in der Schweiz beträgt 2,7 GW. Wenn eines Tages 30, 40 oder mehr GW PV installiert würden, wo würde die zusätzliche Aufnahmefähigkeit herkommen? zu welchen Kosten?
      In Deutschland ist dies noch krasser, da die Pumpspeicherung minimal ist (das Land ist zu flach, mit Ausnahme eines Teils von Bayern).
      Aus diesem Grund sind Gas- und Kohlekraftwerke die “Cache-Sexe” für diese intermittierende Produktion, mit einem signifikanten Preisaufschlag (= Ressourcenverschwendung)

      1. Herr Rougemont, mit Sonnenanbetern wie Guntram R. können Sie nicht technisch, sachlich argumentieren, da offensichtlich jedes Grundwissen im Bereich Stromerzeugung fehlt. Ihre Bemühungen trotzdem in allen Ehren.

  2. Zahlen:
    Um die Energiemenge von 1 x KK-Leibstadt (1350 MW) mit PV-Erzeugung und Speicherung mittels Hydro-Speicher (z.B. Limmern von Axpo, Höhendiff.= ca. 500m)
    als Bandenergie für ca. 20 Std. bereitzustellen, müsste die PV-Erzeugungskapazität > 4.0 GWp während > 6 h bei 100% Sonnenleistung bereitgestellt werden.
    Die zu pumpende Wassermenge dazu entspräche ca. der augenblicklichen Abflussmenge der Aare in Solothurn während der Dauer > 6h. Ab Solothurn würde die Aare
    also während dieser Zeit kein Wasser führen.
    Zudem ist der Energieverlust ab PV-Feld durch:
    Wechselri-Trafo>50kV-Leitung- Trafo50kV -Leitung > 55%.
    Wem diese Verluste inclu. zusätzlicher Anlagekosten verrechnet werden können, ist gemäss nicht-offizieller Auskunft der WEKO nicht geklärt.
    Man überlege !

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