Is the world on fire? 2.0

Australien hat im Dezember 2019 bis Ende Januar 2020 enorm grosse Buschbrände erlebt. Die Presse hatte dies als den Beginn der klimatischen Apokalypse förmlich gefeiert. Das Climate Council verkündete, dass fast 80% der australischen Bevölkerung direkt oder indirekt betroffen waren, was nachweislich nicht stimmt. Den Gipfel lieferte die damalige Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga am WEF 2020 mit ihrem Aufruf: The world is on fire! (Das könnte sie heute in einem zutreffenderen Zusammenhang tun.)

Ich hatte die Gelegenheit, den Wahrheitsgehalt der Mainstream Katastrophenmeldungen einen Monat nach den Bränden vor Ort zu überprüfen. Darüber habe ich in meinem Blog: „Is the world on fire?“ am 7. April 2020 berichtet.

Nun nahm ich die Gelegenheit wahr, die gleichen Stellen, an welchen ich die Auswirkungen der Brände dokumentierte, erneut zu besuchen. 

Um es vorwegzunehmen: Den australischen Wäldern geht es heute besser denn je. Bekanntlich war der diesjährige Sommer der südlichen Hemisphäre geprägt durch ein El Niño Jahr. Das BOM (Australian Bureau of Meteorology) hatte deshalb im November vor einen heissen trockenen Sommer gewarnt (hier). Herausgekommen ist alles ganz anders. Im ganzen Land, insbesondere westlich der Dividing Range, haben ausgiebige Regenfälle praktisch alle Trockenflüsse zum Fliessen gebracht und sogar den ausgetrockneten Lake Eyre Salzsee wieder einmal mit Wasser gefüllt. Das für die Landwirtschaft enorm wichtige Darling-Murray Flusssystem weist seit langem wieder mal Höchststände auf. Das saisonale Buschfeuerrisiko ist diesen Sommer auch geringer als üblich. Solche Daten, so erfreulich sie sind, haben natürlich keinen News-Wert und passen überhaupt nicht ins alarmistische Klimanarrativ. 

Doch zurück zu den Waldschäden der Brände vom Sommer 2019/2020. Tatsächlich sieht man sehr viel tote Stämme zwischen dem spriessenden Unterholz. Das sieht man allerdings auch in allen andern Wäldern, die nicht bewirtschaftet werden. Aufgefallen ist, dass die hohen Bäume das Feuer weitgehend schadlos überstanden haben, so wie sie vermutlich bereits frühere Brände überstanden haben. Es fehlt meist das Mittelholz, das nur noch als Totholz steht. Das Unterholz, das vollständig verbrannte, ist üppig nachgewachsen, dazwischen viele neue Eukalypten, die zu hohen Bäumen heranwachsen werden. Wie ich in meinem ersten Bericht bereits ausführte, gehören Buschbrände zum natürlichen Zyklus dieser Biosphäre, gewisse Pflanzenarten sind zur Versamung sogar darauf angewiesen. Ich habe versucht, genau die gleichen Stellen wie damals bildlich festzuhalten. Das ist mir nur zum Teil gelungen, da die damals verbrannten Flächen nun so dicht bewachsen sind, dass man gar nicht mehr durchkommt. Die folgenden Bilder sind wohl selbsterklärend.

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4 thoughts on “Is the world on fire? 2.0”

  1. Merci viel mol, Markus Häring. Endlich auch die andere Sicht vs. den apokalyptischen Einheitsbrei von Urs Wälterlin, SRF “Unser Mann in Australien”. Weiter so, bitte. Die Mainstreamers lesen hier ja auch vorbei. Steter Tropfen …

  2. Das ist eine sehr eindrückliche Gegenüberstellung “vorher-nachher”. Der Beitrag wäre was für “Weltwoche Grün”. Gut haben wir Markus O. H. als Korrespondent nach Australien entsandt… 😉

  3. Toller Gedanke und tolle Tat. Solche Bilder und ihre Geschichte sagen mehr als tausend Fakenews, die von den Haltungsmenschen laufend produziert werden.

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