Mach dich frei – vom COzwei

Klima, Klima, Klima. Keine Nachrichten und kein Tag vergehen, ohne ständig an das Thema Klima und CO2 erinnert zu werden. CO2 steht für Kohlenstoffdioxid oder kurz Kohlendioxid, wie CO2 oft umgangssprachlich genannt wird.

Kohlenstoff kommt in der Natur sowohl rein als auch chemisch gebunden in unterschiedlichsten Formen vor. Kohlenstoffverbindungen bilden die molekulare Grundlage allen irdischen Lebens und sind von elementarer Bedeutung für industrielle Prozesse, in der organischen Chemie aber vor allem auch in der Biologie.

Ähnlich wie dem Wasserkreislauf kommt dem natürlichen Kohlenstoffkreislauf ebenfalls eine lebenswichtige Funktion zu. Ohne den Kohlenstoffkreislauf gäbe es kein Leben auf der Erde, zumindest keines, wie wir es kennen.

Eine sehr begehrte Form von reinem Kohlenstoff ist der Diamant. Er besteht aus einem dreidimensionalen Gitter von Kohlenstoffatomen, ist sehr hart, transparent und wird oft für Schmuck aber auch in der Industrie verwendet. Graphit ist eine weitere reine Form von Kohlenstoff. Er besteht aus mehreren Schichten von Kohlenstoffatomen, die hexagonal angeordnet sind.

Der meiste Kohlenstoff liegt aber in Verbindungen vor, oft mit Wasserstoff als Bindungspartner. Diese Stoffe werden als Kohlenwasserstoffe bezeichnet. Die bekanntesten Kohlenwasserstoffe sind die fossilen Brennstoffe Erdöl und Erdgas. Erdöl besteht aus langen unterschiedlichen Kohlenwasserstoffketten, während Erdgas hauptsächlich aus Methan (CH₄) besteht.

Die diversen Kohlearten (z. B. Steinkohle, Braunkohle) sind weitere Beispiele von kohlenstoffhaltigen Verbindungen. Kohle entsteht in einem mehrere Millionen Jahre dauernden Umwandlungsprozess aus abgestorbenem Pflanzenmaterial.

In vielen organischen Verbindungen liegt Kohlenstoff und Sauerstoff gebunden vor, wie z. B. in den Kohlenhydraten, Fetten und Eiweissen, welche grundlegende Bausteine für das Lebens darstellen.

Kohlenstoffdioxid (CO₂) entsteht sowohl als Endprodukt bei der thermischen Nutzung (Verbrennung) als auch bei der stofflichen Nutzung. Darüber hinaus entsteht es bei der Verbrennung der Nahrung im Rahmen des Stoffwechsels.

CO2 ist ein Spurengas, welches in der Atmosphäre nur zu einem sehr geringen Anteil von ca. 0,04 % (Vol.) vorkommt. Trotz seines äusserst geringen Anteils in der Atmosphäre wird in den einschlägigen Narrativen dem CO2 eine Schlüsselfunktion zugeordnet: Es soll fast allein für den in den letzten Jahren beobachteten atmosphärischen Temperaturanstieg verantwortlich sein.

Beweise auf wissenschaftlicher Basis für diese „Schuldzuweisung“ sind nicht vorhanden, es reicht die Vermutung und der Glaube. Grund genug, um sich mit diesem Glauben detailliert auf physikalischer Basis auseinanderzusetzen.

Über lange Zeiten galt der globale (natürliche) Kreislauf von Kohlenstoff als ausgeglichen: Das natürlich pro Jahr in die Atmosphäre freigesetzte Kohlenstoffdioxid CO2 wurde von der Natur auch wieder aufgenommen. Zumindest wird das allgemein als normal vorausgesetzt und dieser vorindustrielle Wert von 280 ppm als Bezugswert für den Kohlenstoffgehalt in der Atmosphäre angesetzt.

Bei zahlenmässigen Vergleichen ist zu beachten, dass bei Mengen von CO2 oft auch nur der reine Kohlenstoffgehalt angegeben wird. Der vorindustrielle Wert von 280 ppm entspricht rund 600 Gigatonnen (Gt) an Kohlenstoff bzw. 2.200 Gt an CO2. Heute liegt dieser Wert bei 900 Gt als reiner Kohlenstoff bzw. bei 3.300 Gt an CO2.[1]

Zu diesem natürlichen CO2 kommt seit der Industrialisierung das sogenannte anthropogene CO2 in einer Grössenordnung von derzeit rund 1 % (ca. 36 Gigatonnen CO2/a), welches allein für den kontinuierlichen Anstieg in der Atmosphäre verantwortlich gemacht wird, so zumindest die allgemeinen Erzählungen und Quellen. CO2 wird allgemein als das mit Abstand problematischste „Treibhausgas“ beschrieben, da es in der Lage sein soll, von der Erde ins All abgehende Wärmestrahlung auf die Erde zurückzulenken.

Es gilt als einziges Spurengas, dessen Konzentration vom Menschen vermutlich beeinflusst und damit möglicherweise auch wieder gesenkt werden könnte. Das meiste Kohlenstoffdioxid kommt aus riesigen natürlichen Quellen. Zusätzliches CO2 entsteht bei der Verbrennung von fossilen Energieträgern wie Erdöl, Kohle, Holz und Gas.

Eine interessante Zahl ergibt sich, wenn man zunächst nur den CO2-Ausstoss eines Menschen durch die Atmung betrachtet. Dieser liegt – je nach Aktivität und Alter – zwischen rund 200 kg/a bis 2.000 kg/a.[2] Bei einer groben Annahme von durchschnittlich 1.000 bis 1.200 kg pro Jahr und Mensch ergibt dies einen jährlichen CO2-Ausstoss von rund 8 bis 10 Gigatonnen allein durch die Atmung der Menschheit. Das entspricht rund einem Drittel des sogenannten anthropogenen CO2.

CO2 ist mit einer Dichte von 1,98 kg/m³ deutlich schwerer als Sauerstoff (1,429 kg/m³) und Stickstoff (1,25 kg/m³) und dessen Gehalt müsste theoretisch in Erdnähe aufgrund der Schwerkraft sehr viel höher sein. CO2 verteilt sich aber gemäss den allgemeinen physikalischen Gesetzen wie alle Gase gleichmässig in der Atmosphäre (Entropie).

Dies ist auch gut so, denn dadurch kommt CO2 einerseits zu den Pflanzen in der Höhe und andererseits wird unser Leben dadurch erst ermöglicht. In einer CO2-angereicherten Atmosphäre könnten wir nämlich nicht leben. Der Nachteil dieser gleichmässigen Verteilung ist, dass dadurch die einzelnen Verursacher nur schwer oder gar nicht eindeutig detektiert werden können.

Wenn man die jährlichen CO2-Emissionen umrechnet auf den Anstieg in ppm ergibt sich für 1960 ein Wert von ca. 1,3 ppm, für 1990 ein Wert von 2,9 ppm und für 2021 ein Wert von 4,5 ppm. Diese rechnerischen Werte stimmen gut mit den in Abb. 1 aufgezeichneten Werten überein, welche von Jahr zu Jahr einen zunehmenden Anstieg zeigen.

Somit kann tatsächlich davon ausgegangen werden, dass der CO2-Anstieg in der Atmosphäre anthropogenen Ursprungs ist. Welche Auswirkungen dieser Anstieg zur Folge hat, ist damit aber noch nicht schlüssig erklärt und es stellt sich die Frage, ob CO2 tatsächlich doch für die Zunahme der Temperatur verantwortlich sein kann. Dies soll mit der folgenden Rechnung geprüft werden.

Die spezifische Wärmekapazität von CO2 beträgt bei 25 °C ca. 0,85 kJ/kg*K. Um die Temperatur des gesamten atmosphärischen CO2 um 1 °C zu erhöhen, ist damit eine Energiemenge von 3,3 * 1015 kg * 0,85 kJ/kg*K = 2,8 * 1015 kJ bzw. 2,8 Exajoule (EJ) erforderlich.

Zum Vergleich: Pro Minute kommen von der Sonne auf der Erde 7,3 EJ an, also die 2,6-fach höhere Energiemenge. Es wird aber nur die Hälfte der Erdkugel von der Sonne bestrahlt. Auch im Spektrum der von der Sonne kommenden Strahlung befinden sich CO2-Absorptionsbande, d. h., dass das atmosphärische CO2 auch kurzwelligere infrarote Strahlungsenergie von der Sonne absorbiert, wobei zu beachten ist, dass die Energieaufnahme durch Absorption limitiert ist.

Unter der theoretischen Annahme, dass nur 1 % der Strahlungsenergie der Sonne in den CO2-Absorptionsbanden liegt, würden stündlich ca. 4,38 EJ (7,3 EJ * 60/100) auf das CO2 einwirken. Nachdem nur die Hälfte der Erde bestrahlt wird, müsste sich, bei vollständiger Absorption, die Temperatur des CO2 pro Stunde um 4,38 EJ/1,4 EJ pro K = 3,1 K erhöhen.[3]

In einem gasdichten Raum würde sich das tatsächlich auch so abspielen, nicht aber in der Atmosphäre. Das CO2 überträgt seine erhöhte Energie durch Stösse an die anderen Gase (Stickstoff, Sauerstoff und Argon), steigt in kühlere Schichten auf oder gibt sie als infrarote Strahlung, in Richtung der niedrigeren Temperatur, welche um 6,5 bis 10 K pro 1.000 m Höhe sinkt (also immer Richtung All), wieder ab. Der geringe Massenanteil von CO2 im Vergleich zu den anderen Gasen und zum Wasserdampf ist ebenfalls zu beachten.

Exakt gleich verhalten sich auch die anderen Gase und eine Energievermehrung gibt es nicht. Im Osloer-Experiment,[4] das im Prinzip sehr einfach und nachvollziehbar aufgebaut ist, wollten die Physiker untersuchen, wie sich CO2 bei Erwärmung durch Bestrahlung verhält und ob CO2 einen Treibhauseffekt durch Rückstrahlung bewirken kann. Der Aufbau ist detailliert beschrieben und die Ergebnisse sind selbsterklärend negativ. Der sogenannte Treibhauseffekt ist nichts anderes als eine völlig falsche Hypothese, welche weder physikalisch erklärt noch bewiesen werden kann.

CO2 ist sehr gut wasserlöslich, was vom Sprudelwasser allgemein bekannt ist. Die Löslichkeit ist abhängig vom Partialdruck des CO2 und der Temperatur und sie folgt dem Henry-Gesetz. Dabei gilt: Je höher der Druck, desto mehr geht in Lösung, je höher die Temperatur, desto weniger geht in Lösung.

Nach Übergang des Kohlenstoffdioxids in das Wasser reagiert dieses und bildet Kohlensäure, H2CO3, welche zu einem Hydrogencarbonat-Ion, HCO3, und einem Proton, H+, dissoziiert. Bei zunehmendem pH-Wert dissoziiert HCO3 weiter zu einem Carbonat-Ion, CO32-, und einem Proton, H+. Beide Ionen sind leicht sauer.

CO2 wird, aufgrund der guten Löslichkeit, auch in grossen Mengen über Niederschläge wieder aus der Atmosphäre ausgewaschen (saurer Regen). Diese sauren Bestandteile sind z. B. bei versickerndem Regenwasser bzw. der Grundwasserneubildung für die Lösung von Mineralien wie z. B. Calcium und Magnesium verantwortlich.

Im Meerwasser ist CO2 die Basis für die Photosynthese des Phytoplanktons, welches CO2 aufnimmt und Sauerstoff abgibt. Nach allgemeinen Angaben werden 50 % des Sauerstoffs auf der Erde in den Meeren erzeugt. In den Weltmeeren ist eine Kohlenstoffmenge in der Grösse von 38.000–39.000 Gigatonnen gespeichert, also ca. 46-mal mehr als in der Atmosphäre.

Zurückgehende Eis- und Wassermengen auf dem Festland, zurückgehender Regen, abschmelzende Schneemengen auf den Bergen und zurückgehende Gletscher setzen zusätzliches CO2 frei. Die jährlichen Schwankungen im Umfang von 10 ppm kommen vermutlich durch die temperaturabhängige Löslichkeit von CO2 im Wasser zustande. Diese Schwankungen sind auch ein Indiz dafür, dass die Mär, dass das anthropogene CO2 Jahrhunderte in der Atmosphäre verbleibe, wohl nicht stimmig sein kann.

Es ist unstrittig, dass CO2 Energiequanten (Photonen) absorbieren kann. Sein Einfluss ist und bleibt aber sehr gering. Die Antwort auf die einfache Frage, ob das Gasmolekül Infrarotstrahlung reflektieren kann, bleibt dem Leser überlassen, ebenso wie die Antwort auf die zweite Frage: Wie kann ein Gas den zweiten Hauptsatz der Thermodynamik überlisten, also wie schafft es das Gas, Wärmeenergie von einer niedrigeren Energiestufe auf eine höhere Energiestufe zu hieven?

Denn das müsste es tatsächlich können, wenn es infrarote Wärmestrahlung, von der warmen Erde hinaus in die kühlere Atmosphäre, aus der kühleren Atmosphäre wieder auf die warme Erde zurücklenken könnte. Eine Energieschwankung oder hin und her wechselnde Wärme ist und bleibt damit bewiesenermassen ein physikalischer Unsinn ebenso wie die darauf fussende Treibhaustheorie!

Aber der Glaube versetzt ja bekanntlich Berge!

„Man muss das Wahre immer wiederholen, weil auch der Irrtum um uns her immer wieder gepredigt wird, und zwar nicht von einzelnen, sondern von der Masse. In Zeitungen und Enzyklopädien, auf Schulen und Universitäten, überall ist der Irrtum oben auf, und es ist ihm wohl und behaglich, im Gefühl der Majorität, die auf seiner Seite ist.“[5]

Gastbeitrag unseres Mitglieds Manfred Brugger, mit bestem Dank.


[1] Brugger, M. (2024), Windwahn – Der Windwahn und seine klimatischen Konsequenzen. Novum Verlag, S. 61 ff

[2] co2online, (28. Juni 2019), https://www .co2online .de/service/klima-orakel/beitrag/wie-viel-co2-atmet-der-mensch-aus-8518/

[3] Brugger, M. (2024), Windwahn – Der Windwahn und seine klimatischen Konsequenzen. Novum Verlag, S. 65

[4] Scientific Research Publishing – Das Osloer CO2-Experiment
https://www.scirp.org/journal/paperinformation.aspx?paperid=99608

[5] Goethe, J. W., Gespräche. Mit Peter Eckermann, 16. Dezember 1828

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16 thoughts on “Mach dich frei – vom COzwei”

  1. Sehr guter Artikel. Er zeigt klar auf, dass es viel mehr Fragen zu CO2 und Klimawandel als gesicherte Antworten gibt. Und – dass die heutige Klimahysterie nur Propaganda ohne effektive Basis ist. Es ist ein Geschäfts- Angst- und Panikmodell für Regierungen, NGOs, unseriöse Wissenschaftler und opportunistische Unternehmen.

  2. Brugger schreibt: “Wie kann ein Gas den zweiten Hauptsatz der Thermodynamik überlisten, also wie schafft es das Gas, Wärmeenergie von einer niedrigeren Energiestufe auf eine höhere Energiestufe zu hieven?
    Denn das müsste es tatsächlich können, wenn es infrarote Wärmestrahlung, von der warmen Erde hinaus in die kühlere Atmosphäre, aus der kühleren Atmosphäre wieder auf die warme Erde zurücklenken könnte.”

    Wow!
    Die Unkenntnis der Gegenstrahlung ist eigentlich ein Merkmal der etwas schlichteren Gemüter unter den Klimawandel-Leugnern.
    Tatsächlich ist Wärmestrahlung richtungsunabhängig. Daher strahlen kältere Körper durchaus Wärme auf wärmere Körper ab. Nur der Nettowärmestrom geht stets von warm nach kalt.
    Mehr Strahlung aus der Atmosphäre erwärmt somit selbstverständlich auch die Erde.

    Diese Zusammenhänge sind schon recht lange bekannt:
    “Der Sachverhalt der Gegenstrahlung ist keine Erfindung des IPCC (wie einige Skeptiker behaupten), sondern wurde schon 1879 von Stefan [19, Seite 411] bei seinen Strahlungsuntersuchungen erkannt und kurz darauf z. B. von Clausius [5, Seite 315] (»Vater« des II. Hauptsatzes der Thermodynamik) verwendet. Beide hatten nur die Strahlungsverhältnisse im Blick ohne sich mit dem Treibhauseffekt zu beschäftigen.
    Für den Sachverhalt der Gegenstrahlung werden (speziell beim Treibhauseffekt) viele Bezeichnungen benutzt: z. B. Abwärtsstrahlung, Strahlung von kalt nach wärmer, backradiation, downwelling radiation, langwellige Einstrahlung.”

    http://www.ing-buero-ebel.de/Treib/Klima.pdf

    Es gibt gute Gründe, sich gegen die Klimahysteriker zu wenden, deren planwirtschaftliche Verirrungen Ökonomien zu ruinieren drohen. Auch ist die Genauigkeit, mit der man die Klimasensitivität bestimmt haben will, methodisch fragwürdig.
    Doch dazu braucht es Glaubwürdigkeit – die das Carnot-Cournot-Netzwerk mit solchen Beiträgen zu verlieren droht.

    1. Ich finde, dass auch ein Fehler und – wie hier durch Kai R. – seine Richtigstellung dem Leser etwas bringt. Ich selber war dafür, den Beitrag von Brugger hier zu bloggen. Natürlich wusste ich als Ökonom nicht, ob alles, was er schreibt, richtig ist. Aber der CCN-Blog ist ein Autorenblog: Der angegebene Autor trägt die Verantwortung. Nur wenn wir Beiträge unter CCN publizieren, trägt das CCN die Verantwortung. Kommt auch vor.

  3. Wenn ich in Chemie besser aufgepasst hätte, könnte ich diesen Ausführungen folgen. Ich Teile aber ihre Meinung. Die Erderwärmung ist ein natürliches Ereignis und solche hat es immer gegeben, auch vor der Zeit des Homo Sapiens. Die menschlichen Aktivitäten haben darauf keinen Einfluss, ob positiv oder negativ. Diese könnten höchstens den zeitlichen Ablauf
    beeinflussen. In der Geophysik spielt die Zeit aber eine untergeordnete Rolle, insbesondere so kurze Spannen wie ein paar menschliche Generationen.
    Die zukünftige Jugend sollte sich daher nicht vom Gejammer der selbsternannten, alleswissenden Klimapäpsten beeinflussen lassen sondern darauf hin arbeiten, um die unumgänglichen Folgen der natürlichen Erderwärmung meistern zu können.

  4. Danke für den interessanten Beitrag über CO2👍
    Sorry wenn ich Witze mache über den Glauben zu CO2 🙈
    Was heizt mehr? Sonne oder CO2? Was nützt CO2-Steuer?
    Man heize CO2 haltiges Mineralwasser auf 40 Grad, fülle es in eine Thermos Flasche. Verschliessen und warten bis das Wasser wärmer wird.

  5. Herr Brugger hat den Treibhauseffekt nicht verstanden. Im übrigen steht heute ein kleiner Artikel von mir zum Thema in der “Weltwoche”. Da liest man unter anderem:

    Man wird es mir nicht glauben: Ich verfolge die Klimadebatte seit sechzig Jahren. Sie hat in den ersten dreissig Jahren nur unter Wissenschaftlern stattgefunden. Erstmals nahm die Öffentlichkeit Notiz davon, als der Nasa-Forscher James Hansen 1988 im US-Kongress darauf aufmerksam machte, dass wir ein Klimaproblem haben.
    In den 1950er Jahren hatten Forscher, welche die Radiokarbon-Datierung perfektionieren wollten, festgestellt, dass der CO2-Gehalt der Atmosphäre am Steigen war.
    Diese Forscher waren Physiker. Sie wussten: Drei- und mehratomige Moleküle wie Wasserdampf und CO2 können Wärmestrahlung absorbieren. Das heisst, mehr CO2 in der Luft heisst weniger Wärmeverlust der Erde, also steigende Temperaturen. Die grosse Frage war: Wie viel? Ist das vernachlässigbar? Oder kann es gefährlich werden?
    Ein Amerikaner japanischer Abstammung, Syukuro Manabe, wollte es wissen. Er entwickelte Computermodelle, welche die Auswirkungen des CO2 auf die Wärmebilanz der Erde abbildeten. Er musste viele Unsicherheiten einbauen. Welche Verstärkungsprozesse gibt es? Was machen die Wolken? Mit all diesen Unsicherheiten kam er zum Ergebnis: Wenn der CO2-Gehalt der Atmosphäre verdoppelt wird, erwärmt sich die Erde um 1,5 bis 4,5 Grad Celsius, am wahrscheinlichsten um 3 Grad. Er musste über ein halbes Jahrhundert warten, aber 2021 erhielt er den Nobelpreis «für das physikalische Modellieren des Klimas der Erde, die quantitative Analyse von Variationen und für die zuverlässige Vorhersage der Erderwärmung».
    Das heisst, man muss die beobachtete globale Erwärmung nicht erklären. Sie ist vorausgesagt worden. Sie ist eine erfüllte Prognose.

  6. Interessantes von Spiegel-Online: «Erfolg bei Klimazielen Deutschlands CO₂-Emissionen sinken 2023 im Rekordtempo! Das deutsche Klimaziel für 2030 scheint wieder erreichbar: Im vergangenen Jahr hat es den stärksten Rückgang von Treibhausgasemissionen seit 1990 gegeben.» Minus 10 Prozent – wat sagste dazu?

    1. Kritik ist umso leichter, wenn man sich auf die qualitativen Aspekte der Sache beschränkt.
      Aber was bedeutet das, nachdem festgestellt wurde, dass ein Strahlungsantrieb (radiative forcing), der durch eine höhere CO2-Konzentration in der Atmosphäre ausgelöst wird, eine Ursache für die Erwärmung ist? Einfach, dass ich weder ein Leugner noch ein Skeptiker bin, mehr nicht.
      In dem Moment, in dem die quantitative Frage gestellt wird, wird es weniger kategorisch und die Belehrenden haben nichts mehr zu belehren.
      Basierend auf der robusten Wissenschaft des Strahlungsantriebs (falscher Name: Treibhauseffekt) muss man fragen: Wie viel wärmer würde es werden, wenn sich beispielsweise die CO2-Konzentration verdoppeln würde (wir sind jetzt bei +48% im Vergleich zur vorindustriellen Zeit)?
      Klima-Experte sagen, dass diese Klimaempfindlichkeit am wahrscheinlichsten bei 3°C liegt, mit einer Bandbreite von 2,5°C bis 4°C.
      30 der 32 Modelle, die die Realität am besten abbilden sollen, schätzen jedoch eine Erwärmungsgeschwindigkeit, die ein Vielfaches der derzeit beobachteten beträgt. Wenn Sie die Experten nach dem Grund fragen, wissen sie nicht, was sie antworten sollen und schweigen daher (oder beschimpfen Sie als Inkompetent und Amateur, und beschuldigen Sie der Cherry Pickîng). Es ist daher notwendig, sich zu fragen, ob die Sensibilität des Klimas gegenüber der CO2-Konzentration wirklich richtig verstanden wird.
      Zwei Modelle sind nicht so weit von der beobachteten Realität entfernt, sie sind russischen Ursprungs… Warum berücksichtigt das keiner der Experten, die im Klimamilieu kooptiert sind?
      Nur: Wenn die anthropogene Klimaerwärmung weniger ausgeprägt ist als behauptet, kann dann die extravagante Mobilisierung zur Bekämpfung des Klimawandels aufrechterhalten werden? Die Antwort liegt in der Frage.

  7. Der Kohlenstoff, dem Mensch und Tier ausatmen, wird in der Regel vorher aus dem CO2 der Luft als Nahrung gebunden – also ein natürlicher Kreislauf. Ein kleiner Unterschied existiert trotzdem, je nachdem der Kohlenstoff als CO2 oder Methan abgegeben wird. Aber trotzdem vergrößert der Mensch die CO2-Konzentration z.B. durch fossile Treibstoffe.
    Schon Paracelsus wußte: “Alle Ding sind Gift und nichts ohn Gift. Allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist.” Also ist ein zu wenig oder zu viel CO2-Konzentration schädlich.
    Das bei höherer CO2-Konzentration der Treibhauseffekt [Zusammenspiel zwischen Konvektion (Troposphäre) und strahlungsbedingt (Stratosphäre)] steigt, folgt schon aus Schwarzschilds Aussagen 1906. Dieser Anstieg der Tropopause (Grenzregion zwischen Troposphäre und Stratosphäre) wird auch gemessen.
    Wer sich mehr dafür interessiert empfehle ich das Buch „Wie funktioniert der Treibhauseffekt wirklich?“ (ISBN 978-3-7583-7292-6).

    1. Es ist nicht korrekt, CO2 als Gift zu bezeichnen.
      Erst wenn soviel CO2 in der Luft gibt, dass es Sauerstoffmangel gibt, kann jemand ersticken. Das ist keine Toxizitätserscheinung.
      Für Pflanzen ist es Nährstoff, also auch für uns.
      Die Atmosphäre enthält heutzutage ca. 420 ppm CO₂, 140 mehr als vor der Industriezeit.
      In Räumen, in denen Menschen zusammenkommen, ist die Konzentration nicht selten 3 bis 6 Mal höher, ohne dass dies zu Gesundheitsschäden führt.
      Es ist ein klarer Sprachmissbrauch, von Toxizität zu sprechen, wenn die Konzentration so niedrig ist.

      1. “Es ist ein klarer Sprachmissbrauch, von Toxizität zu sprechen, wenn die Konzentration so niedrig ist.”

        Ich habe doch gerade geschrieben, das jeder Stoff in der falschen Konzentration schädlich ist. Z.B. Kochsalz – zum Würzen sehr gut, in höherer Konzentration schädlich: auch ein Verdurstender sollte kein Meerwasser trinken. Oder Alkohol in geringen Dosen erheiternd, in Konzentrationen wie CO2 in der Luft bedeutet Fahruntüchtigkeit.

        “ist die Konzentration nicht selten 3 bis 6 Mal höher” – stirbt zwar noch niemand, aber die Aufmerksamkeit läßt nach (bzw. die Schläfrigkeit nimmt zu), so daß eigentlich z.B. Unterricht abgebrochen werden müßte.

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