Die arrogante Nonchalance der deutschen Polit-Elite

Die Leitung der deutschen Bundesnetzagentur konnte auf einer Pressekonferenz nicht sagen, ob 500 Milliarden Euro (!) Netzausbaukosten bis 2030 oder bis 2045 anfallen werden.

Am 8. April 2023 hatte ich auf meinem Blog den Beitrag „Studien über den Ausbau des Stromnetzes“ veröffentlicht. Schwerpunkt war die Frage, ob für Elektroautos Ladebeschränkungen vorgesehen sind. Die zu erwartenden Kosten waren aber natürlich auch von Interesse. Zu diesem Thema gibt es Neuigkeiten:

Nachtrag zum obigen Artikel am 25. Januar 2024:

Am 18. Januar 2024 hat die Bundesnetzagentur in einer Pressekonferenz ein „Eckpunktepapier zur Weiterentwicklung der Kosten- und Anreizregulierung im Strom- und Gasbereich“ vorgestellt. Stefan Spiegelsperger konnte den Vertretern der Agentur durch beharrliches Nachfragen eine aktuelle Schätzung entlocken. Sie beträgt sagenhafte 500 Milliarden € – und zwar schon 2030!

Nachtrag am 27. Januar 2024:

Die obige Meldung von 500 Milliarden € war der Bundesnetzagentur sichtlich unangenehm. Dem Magazin FOCUS wurde mitgeteilt, es habe sich dabei um einen Versprecher gehandelt. Statt 500 Mrd. bis 2030 seien es ca. 450 Mrd. € bis 2045.

Anmerkung:
Die Explosion der Netzausbaukosten wird für die deutsche Volkswirtschaft eine enorme Belastung darstellen. Dass die Leitung der Bundesnetzagentur darüber nicht auskunftsfähig war, deutet auf nachlässige Vorbereitung hin.
Wie ist das möglich?
Ganz einfach: Die Kosten sind dem Präsidenten wie auch der Vizepräsidentin dieser Behörde vollkommen gleichgültig. Sie halten diesen Weg der Energiewende für den einzig richtigen und sitzen an den Schalthebeln der Macht, also setzen sie ihre Pläne gnadenlos um. Wen interessieren da schon kritische Fragen aus dem Publikum?

Bildquelle: https://images.pexels.com/photos/9998072/pexels-photo-9998072.jpe

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