Die Enteignung des Volkes – bald auch in der Schweiz?

In Deutschland ist die Ampel-Regierung mit ihrer verbohrten „Klimaschutz-Ideologie“ dazu übergegangen, das Volk massiv zu entrechten und zu enteignen. Eines der Kernstücke ist das neue Heizungsgesetz, das Millionen von Hausbesitzern, aber auch von Mietern massiv höhere Ausgaben und Kosten bescheren soll. Dagegen regt sich inzwischen immer erbitterterer Widerstand, der inzwischen auch die Grünen und ihren Minister Habeck in Bedrängnis bringt. Viele Besitzer insbesondere älterer Gebäude, die sich ihr Wohneigentum ein Leben lang erarbeitet haben, müssen darum bangen, ob sie ihr Eigentum behalten können. Die Situation erinnert an die Inflationszeiten nach dem ersten Weltkrieg, als breite Schichten der Bevölkerung ihre Lebensersparnisse verloren. Damals entstand ein Lied, das die Verzweiflung und den Galgenhumor der Zeit zum Ausdruck brachte: Man sang davon, das „klein Häuschen von Oma“ zu versaufen, und das war kein Witz, sondern bittere Realität, denn für den Gegenwert eines Hauses, das ein oder zwei Wochen vorher verkauft werden musste, konnte man nach wenigen Tagen in der Beiz gerade mal noch ein paar „Stangen“ bekommen.

Zur Situation in Deutschland schrieb ich am 23. Mai im Blog „EIKE“ folgendes:

Robert Steidl um 1910.

Heute würde der Text so gehen:

„Wir enteignen deiner Oma ihr klein Häuschen
Ihr klein Häuschen, ihr klein Häuschen
Wir enteignen deiner Oma ihr klein Häuschen
Für die Heizung kommen Schulden bis zum Dach!“

frei nach Robert Steidl

                                          

Zum ursprünglichen Lied mit dem Refrain „wir versaufen unsrer Oma ihr klein Häuschen“ kommentierte der verstorbene FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher: „Die Botschaft des Textes liegt klar auf der Hand: es ist der Höhepunkt der Inflation in Deutschland, die Lebensleistung der Alten ist in Zeiten der komplexen Kapitalentwertung gerade gut genug, um verschwendet zu werden. Wahrscheinlich war keine Generation prägender für die [deutsche] Geschichte des XX Jahrhunderts.“

Heute marschiert die westliche Welt strammen Schrittes auf eine neue große Inflation zu, genauer gesagt auf eine Enteignung der breiten Bevölkerung in fast unvorstellbarem Ausmaß unter dem Vorwand des Kampfes gegen den Klimawandel. Und Deutschland ist bei diesem grünen Klimawahnsinn auch diesmal wie schon öfters in der Geschichte ganz vorne mit dabei.

Was damals scheinbar harmlos mit „fünf Mark für den Liter Benzin“ anfing, beginnt heute mit dem Hauseigentümer-Enteignungsgesetz (Gebäudeenergiegesetz, GEG) seinen wahren Kern zu zeigen. Unzählige Hausbesitzer werden mit diesem Gesetz regelrecht enteignet, ihre Lebensleistung wird entwertet, weil insbesondere ältere Gebäude nicht oder nur mit horrenden Kosten auf die neuen Vorgaben umgerüstet werden können. Solche Häuser beginnen bereits jetzt an Wert zu verlieren, und der Trend wird sich noch rasant beschleunigen. Damit allein ist es allerdings noch nicht getan, die von Kanzler Scholz gepriesene „große Transformation“ wird die meisten deutschen Schlüsselindustrien im Sinne des Wortes plattmachen, sei es Stromerzeugung, Autoindustrie oder die Erzeugung von Grundstoffen wie Stahl, Aluminium oder Zement. Selbst die Landwirtschaft wird nicht verschont bleiben. Wir hatten das schon einmal, als jemand versprach, man möge ihm vier Jahre Zeit geben, und man werde Deutschland nicht wiedererkennen. Die deutsche Ampel-Regierung aus Grünen mit ihren roten und gelben „Blockflöten“-Parteien gibt sich offenkundig alle Mühe, das noch zu toppen.

Leider läuft auch die Schweiz Gefahr, bei der Volksabstimmung über das „Klimaschutzgesetz“ diesen grünen Eiferern Carte Blanche zu geben. Davor möchte ich warnen. Deutschland ist schon nicht mehr zu retten. Die Schweiz hat Besseres verdient, als ihrem grossen Nachbarn im Norden in das gleiche Tal der Tränen zu folgen.

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1 thought on “Die Enteignung des Volkes – bald auch in der Schweiz?”

  1. Nach dem Zusammenbruch des Ostblocks fand irgend jemand mit Intelligens jetz fehle das schlechte Beispiel der Planwirtschaft in unmittelbarer Nachbarschaft und die Gefahr werde wachsen, dass unsere Politiker sich zunehmend in der Wirtschaft mitbestimmen wollen.

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