Modulare Nukleare Kleinkraftwerke «SMR»

Herr Andreas Aste, Freund unseres Netzwerkes, hat vor rund drei Wochen eine interessante Meldung betreffend kleine-, modular aufgebaute Kernkraftwerke – sogenannte «SMR» (Small Modular Reactors) – in LinkedIn publiziert. Netterweise hat er zugestimmt, dass wir diese Meldung in den CCN Blog übernehmen dürfen.

Nachfolgend der LinkedIn-Post von Andreas Aste, der sich auf diese Originalmeldung bezieht:

Mein Kommentar dazu

Grundsätzlich handelt es sich beim BWRX-300 um einen Reaktor der Generation III+, konzipiert in modularer Bauweise. Wichtig ist, Folgendes anzufügen:

Durch die Energie-Ideologen und besonders -Ideologinnen wurden Herr und Frau Schweizer rollend belehrt:

  1. dass niemand mehr auf der Welt Nuklearwerke baue,
  2. auch niemand solche Neubauten finanzieren würde,
  3. solche Anlagen viel zu teuer zu stehen kämen, was in der Folge zu viel zu hohen Gestehungskosten führen würde,
  4. dass zudem die Bauzeit von Nuklearwerken enorm lang sei und
  5. allfällige neue kerntechnische Technologien nicht vor 2050 zu haben wären.

Der Kurzbericht von Andreas Aste und die dahinterliegende Information zeigen einmal mehr, wie die Allgemeinheit mit Märchen abgespeist wird, wenn es um die Entwicklung der Nukleartechnik geht. Alle fünf oben erwähnten Punkte werden von der Realität widerlegt.

Im CCN-Blog wurde besonders auch schon verschiedentlich belegt, dass ein auf Kernkraftwerken neuester Technologie der Generation IV basierendes Stromversorgungssystem im Vergleich zu einem auf Photovoltaik basierenden System bedeutend günstiger zu stehen kommt. (Siehe dazu etwa meinen Blog-Beitrag vom 4. Februar 2022: «Kernkraft ist die einzig umsetzbare Lösung».)

Und auch um die Meldung von Andreas Aste noch einmal zu bekräftigen: Der von GE Hitachi vorgestellte BWRX-300 und bereits marktgängige SMR ist nicht das einzige modulare Kraftwerksdesign auf dem Markt.

INET in China hat bereits Kernkraftwerke der Generation IV vom Typ HTR-PM – das «M» in der Typenbezeichnung steht für modular– in Betrieb genommen und weitere sind im Bau.

Das erste Kraftwerk des Typs HTR-PM – 200 MWel in Shidao Wan

–> Nochmals muss betont werden: Solche modernen Nuklearkraftwerke sind schon auf dem Markt und könnten, wenn die Politik so will, sehr wohl auch durch den Finanzmarkt finanziert werden. 

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9 thoughts on “Modulare Nukleare Kleinkraftwerke «SMR»”

  1. Warum macht ihr diese absolut wertvollen Infos nur in solchen Nebenpublikationen bekannt? Macht es den Klimafanatiker nach und haut auf die grosse Trommel. Ihr habt den wesentlichen Vorteil, dass eure Erklärungen stimmen und nachvollziehbar sind und nicht auf irrealen Wunschträumen beruhen.
    Wann baut ihr das erste GE-Hitachi Modul, z. B. auf französischem Boden, 100 Meter von der schweizer Grenze in Basel entfernt, ich spende dafür gerne Fr 100.- von meiner bescheidenen Rente.
    Weiter so!
    Otto Wälty

    1. Das ist eine super Idee. Ich bin überrascht, dass niemanden beim CCN bisher darauf gekommen ist.
      So umgehen wir das Technologieverbot in der Schweiz. Wir müssen natürlich ca. 20 solche Anlagen ennet Basel oder vielleicht auch in der Nähe von Genf bauen, um den zukünftigen Bedarf der Schweiz an Strom zu decken. Starten wir doch eine Crowdfunding Aktion, um das nötige Kleingeld zu sammeln! Das würde sicher auch die Beziehungen mit Frankreich verbessern, die heute teilweise aufgrund Steueroptimierungen mit Hilfe von Schweizer Banken etwas angespannt sind …

      1. Anstelle von destruktiver Kritik empfehle ich ihnen, sich proaktiv für die Eliminierung des unsäglichen und absolut rückständigen Technologieverbots einzusetzen. Unterschreiben sie die Initiative, welche vom “Energieclub der Schweiz” initialisiert wurde. Werben sie auch als Privatperson bei ihren Kollegen und Kolleginnen dasselbe zu tun. Sie finden den Link zum Initiativtaxt untenstehend und Erläuterungen dazu im CCN Blog. Und vergessen sie nie: An den Taten wird man gemessen und nicht an den Worten!
        Zudem, wäre es nichts neues, dass CH Interessen den Bau eines Kernkraftwerks in Frankreich mitfinanzieren. AKEB AG hat dies bereits vor Jahrzehnten getan mit der Finanzierung eines Blocks der Anlage Cattenom.

        https://blackout-stoppen.ch/#initiative

        1. Das ist keine destruktive Kritik, ich bin auch nicht ein Gegner der Kernenergie und werde die Initiative unterschreiben. Ich werbe auch in meinem Bekanntenkreis dafür. Aber vor allem damit eine sachliche Diskussion über die Verantwortlichkeiten für die Versorgungssicherheit stattfindet. Die heutige Gesetzgebung überfordert die meisten EVU’s, sie fühlen sich kaum noch für die Versorgungssicherheit verantwortlich, das ist das Hauptproblem!

  2. China, Japan und Russland scheinen die Nukleartechnik technisch und kommerziell vorwärts zu bringen; evtl. besteht auch in 🇨🇦 🇬🇧 🇺🇸 Hoffnung. In Mitteleuropa beschäftigt sich die Politik mit gendergerechter Sprache und politisch korrekten Sprüchen an medienwirksamen Konferenzen. Die auf Ideologie basierende Energiewende 🇩🇪 🇨🇭weckt betrübliche Aussichten auf dunkel und kalte Wintermonate.

    1. Es gibt noch mehr, die hier wert zum aufzählen sind: Südkorea und Polen, die beide in die Entwicklung und den Bau investieren!

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