Beat Kappeler: Die Vermögen besser streuen! – Ist möglich!

CCN-Gastautor und -Gastreferent Beat Kappeler stellt sein neues Buch vor:

Die Vermögen besser streuen! – Ist möglich!

Aber nicht möglich sind die bisherigen Wege: die frivole Geldschöpfung der Notenbanken, welche dem Finanzsektor und den Wertpapierbesitzern die Taschen füllte. Oder die hypertrophe Finanzialisierung von Aktien, Derivaten, Finanzintermediären etc., welche einen Scheinwohlstand in die Vermögensstatistiken spühlt. Oder die in Europa sture gewerkschaftliche Ablehnung von Vermögenspolitiken. Und es sind ganz sicher nicht steuerliche Konfiskationen mit Vermögens- und Erbschaftssteuern, welche der Staat einsteckt, ohne sie den Armen als Vermögen zu geben.

Und was hilft denn, die Vermögen zugänglicher zu machen? Grosse Teile der wertschöpfenden Volkswirtschaft sind nicht «finanzialisiert» – Gewerbe, Landwirte, Genossenschaften, Wohnungsbesitzer, sowie die neuen Selbständigen aus App-vermittelten Diensten wie Uber, Haushalthilfen, Kurieren. Diese soll man födern, sie nicht aus kurzsichtigem Egoismus der Sozialversicherungsbürokratien zu Unselbständigen stempeln.

Selbstübernahme von Firmen durch Belegschaften und deren Führung als Partnerschaft, ohne Papierzertifikate wie Aktien dazwischen wirken ebenfalls egalitärer. Sogar die grossen Treuhandgesellschaften bestehen aus mehreren Tausend Partnern, und viele Anwaltskanzleien, Baukonsortien kommen so bestens zurecht.

Schliesslich die bekannten, aber zu wenig genutzten Mitarbeiter-Modelle zur Beteiligung. Beispielsweise mit internen Firmenbörsen für die Aktien, damit sie nicht ausserhalb gestreut werden, was Familienbetriebe fürchten. In den USA verhelfen die ESPO’s (Employee Stock Ownership Programs) zusätzlich zu Krediten, Beratung der Belegschaften.

Die neuen Blockchains erlauben, Tokens zu formulieren und in kleinsten Einheiten zu verkaufen, zu streuen, und dies ohne die ewig rinnenden Prozente der Finanzintermediäre.

Kurz, der Wege sind viele, und es ist immer totalitär, dieses Ziel der Streuung mit dem Brecheinsen von Steuern oder mit nur einem einzigen Modell erreichen zu wollen.

Ausserdem sind die laufenden Einkommensflüsse der Volkswirtschaften gegenüber dem bereits gebildeten Vermögen sehr bedeutend, sodass auch so sich rückwirkende Umverteilungen nicht rechtfertigen.


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