Späte Einsichten

Seit über zehn Jahren schon wird in Europa auf institutioneller Ebene das Ende des Verbrennungsmotors vorbereitet.

Die Autohersteller fügen sich in ihr Schicksal, versuchen möglichst viel Wertschöpfung in ihre Werke zurückzuholen und fordern noch mehr Geld vom Staat – obwohl in Deutschland jedes Fahrzeug über die gesamte Nutzungsdauer bereits mit bis zu 40.000 € gefördert wird.

Für viele Zulieferer sieht es düster aus: Ein großer Teil wird schlicht nicht mehr gebraucht. Das große Sterben der Standorte hat begonnen. In Deutschland zeichnet sich der Verlust hunderttausender Jobs ab.

Dabei ist die ökologische Unsinnigkeit der Elektromobilität evident. Zusätzliche Stromnachfrage fördert europaweit den Absatz überwiegend fossiler, größtenteils sogar mit Kohle befeuerter Kraftwerke. Mit Ladestrom aus Erdgas haben E-Autos etwa das gleiche Emissionsniveau wie auf Erdgas optimierte Verbrenner. Damit ist jeder in die Elektromobilität investierte Euro für den Klimaschutz verlorenes Geld.

Während Lohnforderungen oder neue Gesetze in der Vergangenheit sogleich Verbandsvertreter auf den Plan riefen, waren bislang kaum Proteste aus der Industrie gegen dieses planwirtschaftliche Transformationsprojekt mit unabsehbaren Folgen zu hören. Begriff man wirklich nicht, dass die Politik entschlossen ist, eine Industriebranche zu vernichten? Ist der ebenfalls politisch erzwungene Niedergang der Atomindustrie schon vergessen? Die Motive des Schweigens sind rätselhaft: „Bereitet es eigentlich Vergnügen, sich widerstandslos der eigenen Schlachtung zuführen zu lassen?

Nun endlich, wenn auch reichlich spät, gibt es Widerworte. Auch Mario Gutmann, Betriebsratsvorsitzender der Robert Bosch GmbH in Bamberg, hat verstanden, welches falsche Spiel hier gerade läuft. In einem Interview zeigt er auf, dass die Jobs seiner Kollegen den Umtrieben von Lobbyisten zum Opfer fallen.
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Bildquelle: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/70/Kesselhaus.jpg

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2 thoughts on “Späte Einsichten”

  1. Mit diesen Argumenten würde die SBB weiterhin mit Dampfloks und nicht mit modernen Elektrolokomotiven in der Schweiz unterwegs sein. Aber es gibt sie überall diese Nostalgiker …

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