10 Jahre Fukushima – Müssen wir die Alpen evakuieren?

Am 10. Jahrestag des schweren Reaktorunfalls von Fukushima beschäftigen sich Martin Schlumpf und Hans Rentsch mit den damaligen tragischen Ereignissen.

Das Gespräch dreht sich zuerst um die zeitliche Abfolge des Unglücks. Auslöser der Reaktor-Katastrophe war das Tōhoku-Erdbeben, das gemäss Wikipedia als das stärkste Beben in Japan seit Beginn der Erdbebenaufzeichnungen gilt. Das nachfolgend von einer 14 Meter hohen Tsunamiwelle beschädigte AKW ist eine der ältesten und nicht nachgerüsteten Anlagen aus den 1960er-Jahren. Dies führte schliesslich zur Reaktor-Explosion, die uns als beängstigendes Bild in Erinnerung geblieben ist.

Danach diskutieren s&r über die Risiken radioaktiver Verstrahlung und die heutigen extrem tiefen Grenzwerte für die Evakuierung der betroffenen Bevölkerung. Pikante Schlussfolgerung: Bei gleichen Evakuierungsmassstäben müsste man wegen der natürlichen radioaktiven Strahlung auch die Schweizer Alpen evakuieren! Schliesslich stellt sich die Frage, wie unsere überstürzt beschlossene Energiewende mit dem „Atomausstieg“ aufgrund der Ereignisse in Fukushima zu beurteilen ist. Dabei kommentieren s&r die neue BAG-Studie «Gefahrengrundlagen für Extremhochwasser» im Umfeld der Aare, die zeigt, dass unsere AKWs gegen all diese Eventualitäten geschützt sind.

Alle Podcasts von Hans Rentsch und Martin Schlumpf sind auf ihrem YouTube-Kanal schlumpf&rentsch​ zu sehen. Kommentare sind willkommen.

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1 Kommentar

  • Philippe Huber

    Nein, natürlich nicht und der Vergleich mit dem Atomunfall in Fukushima hinkt in mehrere Hinsicht. Die Evakuation war auch eine Vorsichtsmassnahme und sicher aufgrund der unklaren Risken begründet. Die Kosten für den Rückbau der geschmolzenen Reaktoren sind immens und viele Probleme noch ungelöst. Diese Kosten werden die Japanischen Steuerzahler in den nächsten 20 Jahren zahlen müssen.

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