Warum den eigenen Solarstrom in die Netze speisen?

Warum den eigenen Solarstrom in die Netze speisen?

Replik auf Beitrag Leonid Leiva in NZZ Domizil vom 30. September 2017

Völlig unkritisch übernimmt der Autor Leonid Leiva das Hohelied auf den Eigenverbrauch von Solarstrom. Das von Roland Zwingli proklamierte Gebot der Stunde sei, den «Eigenverbrauch zu maximieren». Die Umwandlung in Wärme zur Speicherung sei immerhin noch besser, als das Anwerfen von Schienenheizungen im Sommer, wenn der Windstrom aus der Nordsee die Netze überflutet. Das Heizen der Schienen ist aber immerhin auch noch besser als die Überschüsse zu negativen Preisen ins Ausland zu verhökern. Die Hütten von Brütten sind das einzige Gebäude in der Schweiz ohne Netzanschluss. Diese Energieautarkie hat aber einen unverantwortlich hohen Preis, nicht nur in Form von Geld, sondern auch Ressourcenverschwendung für Elektrolyseur, Wasserstoffspeicher, Brennstoffzelle, Solarzellen, Isolation Speichertanks etc..

Aber wenn in Überbauungen der praktisch wertlose Solarstrom in Spitzenproduktionszeiten für teures Geld den Mietern aufgezwungen werden soll, hört der Spass von Brütten endgültig auf. Denn woher soll im Winter bei Dunkelflauten dann der Strom kommen? Natürlich vom Stromnetz. Wenn der Eigenverbrauch maximiert werden soll, ohne vom Netz zu gehen, werden sich die Netzbetreiber mit fixen Anschlussgebühren wehren müssen. Die französische EDF macht das in meinem Sommerhaus seit langem und verlangt ganzjährig eine fixe Anschlussentschädigung. Merke: Aus a priori wertlosem Solarstrom kann man nur mit grossen Verlusten und enormem Ressourcenverzehr Strom oder Wärme für die Wintermonate speichern. Die beste Lösung wäre auf die Produktion von wertlosem Strom zu verzichten!

Lomborg Interview: The Economist Caught Between Cl...
Klima-Alarmismus? Replik auf „Es gibt kein Zurück...
 
Gäste - Guntram Rehsche am 06.10.2017
Auch wenn es Borner immer noch nicht glaubt

Im vergangenen Jahr ist nach dem jüngsten Bericht der Organisation die Photovoltaik weltweit am stärksten gewachsen – sie übertraf alle anderen Stromerzeugungsquellen. Bis 2022 sieht die IEA gerade die Photovoltaik, aber auch die Windkraft auf einem starken Wachstumskurs bei zunehmend wettbewerbsfähigen Preisen. Die Organisation erwartet auch für die kommenden Jahre ein weiteres starkes Wachstum. Bis 2022 könnten die Erneuerbaren-Kapazitäten um 43 Prozent steigen. „Wir erwarten, dass die Erneuerbaren um etwa 1000 Gigawatt bis 2022 wachsen, was etwa die Hälfte der derzeit installierten globalen Kapazitäten für die Kohleverstromung entspricht, die in 80 Jahren aufgebaut wurden“, so Fatih Birol, Direktor der IEA. „Wir sind Zeuge der Geburt einer neuen Ära für die Photovoltaik. Wir erwarten, dass die Photovoltaik-Kapazitäten schneller als die aller anderen Erneuerbaren-Technologien bis 2022 wachsen werden“, so Birol weiter.

Im vergangenen Jahr ist nach dem jüngsten Bericht der Organisation die Photovoltaik weltweit am stärksten gewachsen – sie übertraf alle anderen Stromerzeugungsquellen. Bis 2022 sieht die IEA gerade die Photovoltaik, aber auch die Windkraft auf einem starken Wachstumskurs bei zunehmend wettbewerbsfähigen Preisen. Die Organisation erwartet auch für die kommenden Jahre ein weiteres starkes Wachstum. Bis 2022 könnten die Erneuerbaren-Kapazitäten um 43 Prozent steigen. „Wir erwarten, dass die Erneuerbaren um etwa 1000 Gigawatt bis 2022 wachsen, was etwa die Hälfte der derzeit installierten globalen Kapazitäten für die Kohleverstromung entspricht, die in 80 Jahren aufgebaut wurden“, so Fatih Birol, Direktor der IEA. „Wir sind Zeuge der Geburt einer neuen Ära für die Photovoltaik. Wir erwarten, dass die Photovoltaik-Kapazitäten schneller als die aller anderen Erneuerbaren-Technologien bis 2022 wachsen werden“, so Birol weiter.
Bereits registriert? Hier einloggen
Gäste
So. 22. Okt. 2017

Sicherheitscode (Captcha)

Cron Job starten